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Fitnessstudio, liegt Sonderkündigungsrecht vor?

07.07.2005 19:24 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Hallo,
ich bin in einem Fitnesstudio mit "Hardcore"-Bereich - Hantelbank, freie Gewichte und so was. Am 18.06 wurde mir durch ein Schreiben mitgeteilt, daß das Studio zum 31.07. schließt, bzw. mit einem anderen Studio zusammengeschlossen wird. Das Studio, wo ich bis jetzt trainiert habe, wird geschlossen. Der bestehende Vertrag bleibt zu den gleichen Konditionen bei dem anderen Studio bestehen. Da in diesem Studio die Ausstattung keinen "Hardcore"-Bereich aufweist, kann ich nicht mehr richig trainieren. Deshalb habe ich mich entschlossen den Vertrag zu kündigen. Gestern kam die Bestätigung der Kündigung, in der Stand das kein Sonderkündigungsrecht bezüglich des Umzuges vorliegt. (In den VertragaAGBs steht: Ein Umzug des Studios im Ort ist nicht Grund für eine Kündigung.)Trotz eines Gespräches ist der Betreiber nicht bereit mich aus diesem Vertrag raus zu lassen, da angeblich fehlende Geräte noch kommen würden. Vielleicht, vielleicht aber auch nicht?!?. Ich denke mir, da ich mich damals bei der Wahl meines Fitnessstudios eben genau für dieses und nicht für das andere entschieden habe, ist es mir jetzt nicht zuzumuten diesen "Umzug" einfach so über mich zu ergehen lassen.
Jetzt meine Frage: Liegt nicht doch ein Sonderkündigungsrecht vor?
Oder wie komme ich trotzdem aus diesem Vertrag raus?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ob Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zusteht, wird sich nach dem Inhalt Ihres Vertrages richten. Sind dort bestimmte Gerätschaften im Leistungsangebot des Studios enthalten, die nach dem Zusammenschluß mit dem anderen Studio nun nicht mehr vorhanden sind, kann der Studioinhaber seine vertraglich zugesicherten Leistungen nicht mehr erbringen. Da es sich um ein Dauerschuldverhältnis handelt, kann dieses bei Vorliegen eines wichtigen Grundes zwar gekündigt werden. Ist die Leistungserbringung aber nicht dauerhaft unmöglich, sondern nur für einen bestimmten Zeitraum, kommt auch ein Zurückbehaltungsrecht an Ihrem Beitrag in Betracht.

Ich empfehle Ihnen, den Vertrag einem Rechtsanwalt zur konkreten Prüfung vorzulegen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

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