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Fitnessclub verkauft - Mitgliedschaften übertragen - Angebot ändert sich

12.11.2016 11:44 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Guten Tag,

wir haben einen Vertrag bei einer Fitnesskette geschlossen, damit wir nahe unserer Wohnung trainieren, jedoch auch in Studios in anderen Städten das Angebot wahrnehmen können. Vor 2 Tagen erhielten wir die schriftliche Mitteilung, dass die Kette das Studio nahe unserer Wohnung an einen Sportcenter-Betreiber verkauft hat, der dieses auf dem gleichen Gelände betreibt. Weiter wird mitgeteilt, dass die Mitgliedschaften mit allen Rechten und Pflichten ab 01.01.2017 auf den neuen Eigentümer übertragen werden und Mitglieder, die eine Mehrclubmitgliedschaft besitzen, bis Ende 06.2017 in allen Studios der Kette trainieren können. Danach nicht mehr.

Wir haben uns dieses Sportstudio aus zwei Gründen ausgesucht: Nähe zur Wohnung und Möglichkeit, auch in anderen Studios trainieren zu können. Der 2. Grund entfällt ab dem 01.07.2017.

Unser Vertrag besteht über den 01.07.2017 fort.

Frage: Besteht ein Sonderkündigungsrecht und wenn ja, wann müsste zu welchem Termin gekündigt werden?

Freundliche Grüße

Sehr geehrte Ratsuchende,

das Sonderkündigungsrecht ist immer die Ausnahme und bedarf dem Vorliegen besonderer Gründe.

Die Übernahme des Sportcenters alleine rechtfertigt eine Sonderkündigung nicht.

Hier kommt aber hinzu, dass die Vertragsgrundlage geändert werden soll, nämlich die Trainingsmöglichkeit in anderen Studios entfällt.

Bei dieser Änderung Vertragsgrundlage halte ich ausnahmsweise eine Kündigung für möglich.

Es besteht die Möglichkeit, dass wegen der Kündigungsfristen Regelungen in Ihrem Vertrag enthalten sind.

Vorbehaltlich einer Regelung auch für den Fall des Sonderkündigungsrechts bestehen in der Regelung dafür Fristen von vier Wochen zum Monatsende; aber das sollte an Hand des Vertrages geprüft werden.

Unter Umständen kann hier auch eine einvernehmliche Aufhebung des Vertrages erreicht werden. Das ist dann Verhandlungsache.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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