Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Firmenwagen - Zuzahlung -Werbungskosten

10.08.2008 01:19 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


18:21
Guten Tag,

ich leiste zu meinem Firmenwagen eine Zuzahlung aus meinem Bruttoeinkommen - zu Lasten eines sonst entsprechend höheren zu versteuerndem Bar-Bonus. Diese Zuzahlung ist ca. 1/3 höher als die ebenfalls angewandte 1%-Regel.

Deshalb habe ich den "geldwerten Vorteil" aus der 1%-Regel als Werbungskosten angestetzt, welche mir vom FA mit folgender Begründung gestrichen wurde:"Der Betrag in Höhe des "Gehaltsäquivalents" stellt keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn und damit auch kein Entgelt des Arbeitnehmers für die Nutzung des überlassenen Firmenwagens dar. Sie sind somit keine Aufwendungen im Sinne des §9 ESTG".

Ich bin der Meinung, daß die Begründung insofern falsch zielt, als daß ich nicht die Zuzahlung ( in der Tat aus brutto), sondern die zu versteuernden "geldwertem Vorteile" aus der 1%-Regel" absetzen wollte - es war für mich ja durch die Zuzahlung auch kein geldw. Vorteil vorhanden .

Wie sehen Sie den Sachverhalt, auch im Hinblick auf das Urteil 18.10.2007, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20R%2059/06" target="_blank" class="djo_link" title="BFH, 18.10.2007 - VI R 59/06: Berücksichtigung privater Aufwendungen bei der pauschalen Dienstw...">VI R 59/06</a> BFH, und wie würden Sie empfehlen, weiter vorzugehen ? Danke Ihnen für Ihre Meinung! Viele Grüße
<!--dejureok-->
10.08.2008 | 02:47

Antwort

von


(676)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragender,

das von ihnen zitierte Urteil besagt, dass Zuzahlungen zu den Anschaffungskosten eines vom Arbeitgeber (auch zur Privatnutzung) überlassenen KfZ auch dann als Werbungskosten im Rahmen der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit nach <a href="http://dejure.org/gesetze/EStG/19.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 19 EStG">§19 EStG</a> zu berücksichtigen sind, wenn der Nutzungsvorteil nach der 1%-Regelung besteuert wird.

Nicht jedoch ist der Abzug des nach der 1%-Methode ermittelten Nutzungsvorteils als Werbungskosten zugelassen, da dieser ja gerade zusätzlichen Arbeitslohn darstellt und keine Aufwendung des Arbeitnehmers.

Sofern Ihre Zuzahlung also die Anschaffungskosten des Dienstwagens betrifft, kommt überhaupt ein Abzug als Werbungskosten in Frage. Fraglich ist in Ihrem Falle, ob die Zuzahlung hier nur auf die laufenden Kfz-Kosten geleistet werden.

Sofern noch fristgerecht möglich, sollten Sie - sofern die Zuzahlungen also auf die Anschaffungskosten des KfZ geleistet werden (ggf. ist die Behandlung beim Arbeitgeber dafür entscheidend) - Einspruch einlegen und (richtigerweise) die geleisteten Zuzahlungen als Werbungskosten beantragen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter





<!--dejureok-->


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 10.08.2008 | 22:05

Ist die Zuzahlung denn absetzbar, wenn sie aus dem Bruttogehalt erfolgt(Argument des FA war ja "....stellt keinen steuerpflichtigen Lohn dar...") ? Ich habe ja eine entsprechend geringere Barkomponente, die als "Rest " steuerpflichtig ist, die Zuzahlung wurde vorab vom Brutto abgezogen. Oder wie kann ich gegenüber dem Finanzamt stichhaltig begründen? Danke Ihnen!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.08.2008 | 18:21

Sehr geehrter Fragender,

wie bereits gesagt, ist für den Ansatz der Zuzahlung als Werbungskosten im Rahmen Ihrer Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit entscheidend, ob diese auf die Anschaffungskosten des Dienstwagens an Ihren Arbeitgeber geleistet werden. Dieses sollte aus einer entsprechenden Vereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber ersichtlich sein.

Da sich Ihre Zuzahlung jedoch - wie Sie schreiben - auf einen um etwa 1/3 höheren Betrag als der nach der 1%-Methode angesetzte Nutzungsvorteil beläuft, gehe ich nicht davon aus, dass das Finanzamt auch den insoweit übersteigenden Betrag zum Werbungskostenabzug zulassen wird (Kostendeckelung).

Da die von Ihnen geleistete Zuzahlung aber überdies von Ihrem Bruttogehalt (d. h. also vor Steuern) abgezogen wird und damit insoweit noch gar keine steuerpflichtigen Einkünfte zugeflossen sind, liegt m. E. auch gar keine tatsächliche Zahlung (mangels Vermögensabflusses) bei Ihnen vor. Eine entsprechende Zahlung Ihrerseits müsste vielmehr aus Ihrem Nettoentgelt geleistet werden, um letztendlich überhaupt Werbungskosten begründen zu können.

Ich denke daher, dass Ihre Gehaltsabrechnung insofern fehlerhaft ist. Ich rate Ihnen daher, mit Ihrem Arbeitgeber entsprechend Rücksprache zu halten und - je nach dem, was eigentlich gewollt ist - die Abrechnung zu berichtigen.

Wie gesagt: Wenn Sie tatsächlich eine Zuzahlung leisten (und ggf. Werbungskosten gelten machen) sollen/wollen, dann ist in jedem Falle hierfür Voraussetzung, dass Ihnen die entsprechenden Geldmittel NACH Besteuerung im Rahmen Ihrer Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit zugeflossen sind.

Ich hoffe, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen - sofern erforderlich - auch gerne über diese Erstberatung hinaus im Rahmen einer gesonderten weiteren Beauftragung zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß,

Dr. Corina Seiter

ANTWORT VON

(676)

Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Internet und Computerrecht, Fachanwalt Familienrecht, Fachanwalt Strafrecht, Kaufrecht, Urheberrecht, Verkehrsrecht, Tierrecht, Ordnungswidrigkeiten, Zivilrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 80325 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr verständliche Antwort. Nachfrage auch schnell und ausführlich beantwortet.2 ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle Hilfe. Die Antwort war kurz und prägnant und präzise. Mehr wollte ich nicht haben und bin mit dem Ergebnis überaus zufrieden! Vielen Dank dafür. Mit freundlichen Grüßen Gerlinde Jähring alias ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle und kompetente Beratung ...
FRAGESTELLER