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Firmenwagen - Missverhältnis durch Corona und Fahrten zur vermieteten Immobilie

| 16.09.2020 12:43 |
Preis: 70,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Ich bin seit 2011 freiberuflich tätig, Büro im Einfamilienhaus und normalerweise Fahrten zum Kunden (1-2 Jahre Projektarbeit je Kunde). Im Juni 2019 habe ich mir erstmals einen Firmenwagen Dacia Lodgy für 13500€ gekauft. Ich nutze bisher die Fahrtenbuchvariante, da eigentlich mein privater Anteil gering ist. Durch Corona habe ich im April mein Projekt verloren und daher seit Ende April keine beruflichen Kilometer. Zusätzlich war ich im März in Elternzeit. Dadurch habe ich jetzt für 2020 bisher die ungünstige Konstellation von nur 1944km geschäftlich und 1414km Privat (Juli-Dez 2019 waren es 752km privat und 3759km geschäftlich). Scheinbar kostet mich jeder Privatkilometer über einen Euro!!! Laut Berechnung mit meinem Steuerprogramm ist Fahrtenbuch trotzdem günstiger wie 1% Regelung. Es ist unklar, ob dieses Jahr noch berufliche Kilometer dazu kommen. Der Wagen steht fast nur rum und ich nutze nur unseren anderen Wagen.

Frage1: Ich habe regelmäßige Fahrten zu meiner vermieteten Immobilie. Normalerweise setze ich dafür die normalen 30ct/km ab. Kann ich diese Fahrten auch als beruflich bedingte Fahrten im Fahrtenbuch markieren/werten? Bei Nachweis kann man ja auch die tatsächlichen Fahrtkosten absetzen und nicht nur die 30ct/km. Ich brauche den Wagen wegen der Anhängerkupplung bald für regelmäßige Fahrten dorthin wegen einer anstehenden Sanierung.

Frage2: Gibt es für solche Corona bedingten Sonderfälle irgendwelche Ausnahmeregelungen? Z.B. Verwendung des Verhältnisses aus 2019? Gibt es noch andere Wege wie ich damit 2020 umgehen kann?



Einsatz editiert am 16.09.2020 13:45:15

Einsatz editiert am 19.09.2020 09:32:41
19.09.2020 | 16:19

Antwort

von


(236)
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Sehr geehrter Fragesteller,

betreffend Ihre 2. Frage sehe ich auch keine anderen Möglichkeiten außer der Fahrtenbuchmethode und der
1%-Regelung.

Ich würde gleichwohl dem Finanzamt mitteilen, ob und wann der Wagen komplett still gestanden hat und um Berücksichtigung bitten, soweit hierdurch überhaupt eine Mehrbelastung eingetreten ist.

Ihre 1 Frage hingegen ist positiver zu bescheiden:

Vermieter können Fahrtkosten zu ihren Vermietungsobjekten im Regelfall mit den tatsächlichen Kosten oder mit einer Pauschale von 0,30 € für jeden gefahrenen Kilometer als Werbungskosten geltend machen (BFH-Urteil vom 1.12.2015, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IX%20R%2018/15" target="_blank" class="djo_link" title="BFH, 01.12.2015 - IX R 18/15: Entfernungspauschale bei den Einkünften aus Vermietung und Verpac...">IX R 18/15</a> )

Demgemäß ist eine Markierung der Fahrten möglich!

Viele Grüße!




<!--dejureok-->


Rückfrage vom Fragesteller 19.09.2020 | 17:04

Zitat: "Demgemäß ist eine Markierung der Fahrten möglich!"

Heißt ich markiere im Fahrtenbuch diese Fahrten als Dienstfahrt. Bei der Steuererklärung für die selbstständige Tätigkeit bzw. Berechnung geldwerten Vorteils unterscheide ich nicht zwischen dienstlichen Fahrten und Fahrten zur vermieteten Immobilie. Hab ich das so richtig verstanden?
Oder muss ich die Kosten/KM (inkl Besteuerung für geldwerten Vorteil) berechnen und diese Kosten dann bei den Werbungskosten der Immobilie eintragen? Das wäre sicherlich der saubere Weg, aber wohl sehr schwierig zu berechnen. Daher wäre mir der andere Weg lieber

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.09.2020 | 17:30

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie müssen die gefahrenen Km bei den Werbungskosten der Einahmen für die Anlage Vermietung/Verpachtung eintragen.

Und separat die Kosten für etwaige Tätigkeiten als Freiberufler!

Viele Grüße!

Bewertung des Fragestellers 20.09.2020 | 00:04

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"Die Antwort war auch nach Rückfrage etwas knapp gehalten. Der Kern der Frage ist zwar beantwortet bzw. meine Annahme bestätigt, die genaue Vorgehensweise bei der Steuererklärung ist für mich jedoch noch nicht klar. "
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 20.09.2020
4,6/5,0

Die Antwort war auch nach Rückfrage etwas knapp gehalten. Der Kern der Frage ist zwar beantwortet bzw. meine Annahme bestätigt, die genaue Vorgehensweise bei der Steuererklärung ist für mich jedoch noch nicht klar.


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