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Firmenwagen 1% Regelung

| 13.03.2014 10:17 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung: 1 % Prozentmethode bei mehreren Fahrzeugen im Betriebsvermögen

Hallo.
Wir haben einen Audi A6 quattro, welcher einen sehr hohen Listenpreis innehat, als Firmenwagen in Nutzung.
Jetzt wollen wir die 1% Regelung umgehen.
Es ist geplant, ein weiteres Fahrzeug, Mercedes E Klasse, Kombi als Firmenfahrzeug anzuschaffen und den Audi ins private zu übernehmen.
Ich habe mal irgendwo gelesen, dass, wenn das private Fahrzeug definitiv besser ist als das geschäftliche, fällt die 1% Regelung weg.
Wie sicher ist das, bzw. was muss man unbedingt berücksichtigen? Ich habe nicht vor, das Finanzamt zu betrügen, nur die 700 € (1%) stören doch sehr.
Wie soll ich vorgehen? Muss ein Fahrtenbuch geschrieben werden? Und was, wenn man auf dem Weg zum Kunde, bzw. nach Hause einen Einkauf tätigt, welcher a: auf dem Weg und b: privater Natur ist, gibt es hier Stolpersteine?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Die Regelung, die Sie meinen gibt bzw. gab es nur, wenn tatsächlich zwei Fahrzeuge im Betriebsvermögen gehalten wurden. Dann wurde nach der alten Rechtslage nur dass Fahrzeug mit dem höheren Listenpreis mit 1% besteuert. Eine Ausnahme bei mehreren Fahrzeugen im Betriebsvermögen ist, wenn diese wegen ihrer betrieblichen Nutzungszuweisung nicht für eine private Nutzung zur Verfügung stehen (z. B. Firmenwagen von Erwerbstätigen, die keinen festen Tätigkeitsort haben oder die ihre Leistungen nur durch den Einsatz eines KfZ erbringen können). Sofern der Steuerpflichtige in den vorgenannten Fällen den 1 %-Vorteil auf sein teuerstes KfZ berechnet, sollen die Finanzämter für alle weiteren KfZ aus Vereinfachungsgründen keinen zusätzlichen Nutzungswert ansetzen.
Etwas anderes gilt sowieso, wenn ein Fahrzeug im Betriebsvermögen und ein Fahrzeug im Privatvermögen gehalten wird. Es hängt also, wobei ich davon ausgehe, dass Sie ein Einzelunternehmen betreiben, für jedes Fahrzeug davon ab, ob und wie Sie es nutzen.
Wird das Fahrzeug – gemessen an der jährlich zurückgelegten Kilometerzahl – zu mehr als 50 % betrieblich genutzt, muss es dem Betriebsvermögen zugeordnet werden. Beträgt die betriebliche Nutzung mindestens 10 %, aber nicht mehr als 50 %, besteht unabhängig von der Art der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 bzw. § 5 EStG oder nach § 4 Abs. 3 EStG, ein Wahlrecht, das Fahrzeug dem Privatvermögen oder dem gewillkürten Betriebsvermögen zuzuordnen. Bei einer betrieblichen Nutzung von weniger als 10 % gehört das Fahrzeug stets zum Privatvermögen.
Ich kann deshalb nur anraten, für ein Zeitraum zumindest von einem Jahr für beide Fahrzeuge ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch zu führen.
Bei Mischfahrten, also Fahrten privater und betrieblicher Natur, ist im Fahrtenbuch eine Unterteilung in privat und geschäftlich gefahrener Kilometer vorzunehmen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 13.03.2014 | 13:22

Hallo.

Der Audi verfügt bereits über ein elektronisches Fahrtenbuch mittels der Navigation, welche privat und Geschäft unterscheidet. Ich muss es nur vor der Fahrt in das Sprachdialogsystem eingeben.Die Daten sind mit einem USB Stick abrufbar.
Dies hat der Mercedes nicht.
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, muss ich jede Fahrt mit dem Mercedes protokollieren? Und zusätzlich vom Audi? Was für einen Aufwand, ich hoffte dies geht einfacher.
Mit dem Mercedes würde nicht privat gefahren werden.
Aber genau dies habe ich befürchtet und danke für die Antworten. Wahrscheinlich werde ich alles beim alten belassen, sprich keinen Mercedes kaufen und weiterhin nur den Audi nutzen.

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.03.2014 | 14:51

Ein Fahrtenbuch für den neu anzuschaffenden Mercedes wäre allein schon für die Zuordnung Privat- oder Betriebsvermögen maßgeblich und sinnvoll.

Bewertung des Fragestellers 15.03.2014 | 09:23

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

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"Nun ja, viel weiter geholfen hat mir das nicht, aber das liegt nicht am Anwalt, sondern am dt. Steuerrecht. "
Stellungnahme vom Anwalt:
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