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Firmenwagen, Finanzamt lehnt Mehrwertsteuerabzug ab

10.11.2005 10:42 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Hallo,
mein Mann ist selbständiger Ingenieur und hat sich mit meinem Vater vor ca. 10 Jahren selbständig gemacht. Ein Gewerbe wurde nicht angemeldet. Allerdings führt das Ingenieurbüro die Zusatzbezeichnung GbR. Bei der letzten Betriebsprüfung (Mai 2005) wurde uns seitens des Finanzamtes mitgeteilt, dass unser Privatwagen (privat im Jahre 1998 gekauft) kein Privatwagen, sondern ein Firmenwagen sei. Die Kilometerabrechnungen, die mein Mann in all den Jahren vorgenommen hatte, wurden abgelehnt. Stattdessen wurden nur Belege (Tankquittungen, Reparaturbelege, TÜV usw.) als abzugsfähig akzeptiert, die noch vorhanden waren. In Anbetracht der Jahre waren dies bei weitem nicht alle. Auf Anraten des prüfenden Finanzbeamten haben wir uns im Juli ein neues Auto gekauft. Die Rechnung läuft auf den Namen meines Mannes. Seit Juli werden auch die 1% für Privatnutzung von uns angegeben/versteuert. Jetzt weigert sich das Finanzamt allerdings, die Mehrwertsteuer abzuziehen, mit der Begründung, dass Fahrzeug wäre privat angeschafft. Ist es tatsächlich richtig, dass das FA auf der einen Seite den Mehrwertsteuerabzug ablehnt und auf der anderen Seite 1% für die Privatnutzung ansetzen kann?

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

Grundsätzlich können Sie beim Erwerb eines Firmen-PKW die Vorsteuer bei der Umsatzsteuervoranmeldung in Abzug bringen.

Wenn Sie den vollen Vorsteuerabzug geltend machen, muss Umsatzsteuer auf die Privatnutzung des Firmenwagens abgeführt werden.

Die Weigerung des Finanzamtes den Vorsteuerabzug für den Kauf des PKW´s anzuerkennen, ist nur dadurch zu erklären, daß Sie entsprechend der Rechung den Wagen "privat" erworben haben und nicht wie beabsichtigt, für die GbR.

Insoweit empfehle ich Ihnen einen Steuerberater zu kontaktieren, insbesondere wegen möglich Einspruchsfristen hinsichtlich der Weigerung des Finanzamtes. Möglicherweise haben Sie wegen der Rechnung gegenüber dem Verkäufer einen Berichtigungsanspruch, so daß die Rechnung, wie auch vorgesehen auf den Käufer, die GBR, ausgestellt wird. Wäre die Rechnung auf die GBR ausgestellt worden, bestünde insoweit kein Veranlassung den Vorsteuerabzug aus dem PKW Erwerb nicht anzuerkennen, zumal Sie durch die Privatnutzung wiederum Umsatzsteuer zahlen.

Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben und stehe Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

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