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Firmenumzug

11.04.2011 11:58 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Meine Firma wird zum 01.05.11 ca. 250 km weit in eine andere Stadt umziehen.
Ich habe davon am 05.04.11 gehört. Müssen da von Firmenseite irgendwelche Fristen etc. eingehalten werden, oder kann das so beschlossen werden?
In meinem Vertrag steht lediglich das ein Umzug innerhalb der momentanen Stadt geplant ist.
11.04.2011 | 12:46

Antwort

von


(146)
Frankfurterstr. 30
51065 Köln
Tel: 0221 16954321
Web: https://kanzlei-kirli-ippolito.de/impressum/
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage auf der Grundlage des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt:

Bei größeren Entfernungen richtet sich diese Verpflichtung des Arbeitnehmers in dem Betrieb weiter zu arbeiten nach der jeweiligen, arbeitsvertraglichen Vereinbarung.

Wenn eine entsprechende Vertragsklausel existiert, kann der Arbeitgeber anordnen, dass der Mitarbeiter umzieht.

Wenn im Arbeitsvertrag hierzu nichts geregelt ist, besteht keine Pflicht zum Umzug und der Arbeitnehmer darf seine Tätigkeit an sich weiter an der alten Betriebsstätte verrichten. Der Arbeitgeber muss in diesem Fall eine so genannte Änderungskündigung aussprechen. Dies bedeutet, dass das Arbeitsverhältnis zu den bisherigen Konditionen - also auch bezüglich des bisherigen Arbeitsortes - gekündigt und gleichzeitig ein neues Arbeitsverhältnis mit neuem Einsatzort angeboten wird.

Anders ist die Rechtslage, wenn der Arbeitnehmer das Änderungsangebot vorbehaltlos ablehnt. Das Arbeitsverhältnis endet dann aus betriebsbedingten Gründen, da eine Weiterbeschäftigung am alten Arbeitsplatz wegen dem Wegfall nicht mehr möglich ist.

Der Arbeitnehmer kann das Änderungsangebot auch unter dem Vorbehalt annehmen, dass die Änderungskündigung „sozialwidrig", also rechtswidrig war.

Ein Firmenumzug zu einer 250 km entfernten Stadt ist auch dann möglich, wenn dies ursprünglich vertraglich nicht geregelt ist. Hinsichtlich der Fristen, muss der Arbeitgeber beachten, dass er die Mindestkündigungsfristen beachten muss. Die Kündigungsfristen richten sich primär nach dem Arbeitsvertrag bzw. nach § 622 Abs. 2 BGB.

Ich hoffe ich konnte Ihnen behilflich sein.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass diese Plattform lediglich dazu dient, dem Mandanten einen ersten rechtlichen Überblick zu verschaffen. Der Beratung von einem Anwaltskollegen vor Ort soll und kann durch die hiese Online-Plattform nicht ersetzt werden.

Das Weglassen und bzw. oder Hinzufügen von relevanten Angaben lann eine völlig unterschiedliche rechtliche Bewertung nach sich ziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Serkan Kirli
(Rechtsanwalt)


Rechtsanwalt Serkan Kirli

ANTWORT VON

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