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Firmengründung / Selbstständigkeit

07.08.2010 08:18 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Guten Tag.

Wir möchten eine Geschäftsidee mit geringstem behördlichen Startaufwand und geringsten finanziellen Risiko realisieren.

Meine Frage:
Welche Art von Gewerbeanmeldung muß ich beantragen, um unser Gewerbe zu starten.
Dabei sollte ein geringstmöglicher finanzieller Aufwand nötig sein.
Da ich beabsichtige auch Firmen als Kunden zu werben, sollte ich in der Lage sein Rechnungen mit seperatet MwSt anzufertigen und auch Rechnungen der für mich arbeitenden Druckerei steuerlich geltend zu machen.
Der buchhalterische Aufwand sollte aber anfänglich möglichst gering sein.


Geschäftinhalt:
Bildbearbeitung und Bildausdrucke.( Nur Onlinevertrieb, Bildbearbeitung erfolgt durch uns, Druck der Bilder erfolgt durch Fremdfirma )

Durchführung:
Kunden können über unsere Website Bilder schicken, die wir in bestimmter Art und Weise bearbeiten.
Danach entscheidet der Kunde ob er einen Druck bestellen möchte oder nur das bearbeitete Bild als Datei kauft.
Wir geben den Druck bei einem anderen Unternehmen in Auftrag.

Vorraussetzungen:
Ich bin Berufstätig und habe eine abgeschlossene Kaufmänische Ausbildung.
Geschäft soll von meiner Frau betrieben werden.
Ihre Selbstständigkeit als freie Künstlerin ist seid ca. 1 Jahr beim Finanzamt gemeldet, aber bis dato ist noch keine Gewerbeanmeldung erfolgt.

Vielen Dank für Ihre Mühe.

Sehr geehrter Ratsuchender,

für Ihre Anfrage möchte ich Ihnen danken und diese unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes summarisch wie folgt beantworten:

Zunächst ist zu klären, ob die geplante Tätigkeit Ihrer Frau überhaupt ein Gewerbe ist. Ein solches liegt nicht bei einer rein freiberuflichen, künstlerischen Betätigung vor. Nach Ihrer Schilderung geht Ihr geplantes Projekt jedoch über die reine künstlerische Tätigkeit (Bildbearbeitung) hinaus – insbesondere durch die Vermittlung von Druckaufträgen, so dass nach meiner Ansicht hier von einer Gewerbetätigkeit auszugehen ist. Im Zweifel sollten Sie hier jedoch bei der für Sie zuständigen Gewerbebehörde (Ordnungsamt) nachfragen, ob die Behörde in Ihrem geplanten Vorhaben ein Gewerbe oder eine rein künslterische Tätigkeit sieht.

Nachfolgend gehe ich von einem Gewerbe aus. Sodann findet die Gewerbeordnung (GewO) Anwendung:

Wer in Deutschland Waren und Dienstleistungen verkauft oder mit diesen handelt, ist grundsätzlich verpflichtet, dafür ein Gewerbe anzumelden – jedoch darf jeder durch die gesetzlich garantierte Gewerbefreiheit Gewerbe anmelden und die Ausstellung eines Gewerbescheins beantragen. Eine Gewerbeerlaubnis ist grundsätzlich nicht erforderlich.

In bestimmten Fällen ist zwar eine Gewerbeerlaubnis notwendig. Diese Fälle sind in der Gewerbeordnung gesetzlich geregelt. Ihr Vorhaben zur Bildbearbeitung und dem Bilddruck ist jedoch erlaubnisfrei, so dass Sie Ihr Vorhaben lediglich bei der zuständigen Gewerbebehörde – in Ihrem Fall das für Sie zuständige Ordnungsamt – anmelden müssen.

Ihre Stadt hat für Sie einen übersichtlichen Webauftritt rund um die Gewerbeanmeldung eingerichtet, den ich Ihnen nachfolgend empfehlen kann:

http://www.duisburg.de/vv/produkte/produkte_amt32/102010100000110115.php

Ich hoffe, Ihnen mit vorstehender Beantwortung einen ersten Überblick verschafft zu haben und wünsche Ihnen für die Klärung der Angelegenheit viel Erfolg. Gern stehe ich Ihnen auch für eine weitergehende Beratung und Interessenvertretung unter den unten angegebenen Kontaktdaten zur Verfügung.

Ich weise Sie darauf hin, dass das Hinzufügen- oder Weglassen von Sachverhaltsdetails zu einer völlig anderen rechtlichen Bewertung führen kann.

Gern können Sie die Nachfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Norman Dauskardt
- Rechtsanwalt -


PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparent zu gestalten.

Rückfrage vom Fragesteller 07.08.2010 | 11:21

Vielen Dank für die Antwort.
Leider handelt es sich nur um eine allgemeine Antwort, die mir nicht weiterhilft.
Ziel meiner Frage ist die zu wählende Unternehmensform, die unter Anderem die Erstellung von Rechnungen mit ausgewiesener MwSt. auch an Firmenkunden erlaubt .
Ist dies generell nach einer Gewerbeanmeldung erlaubt oder muß man hierfür eine besondere Form des Unternehmens wählen ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.08.2010 | 11:43

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage:

Unternehmer und Unternehmen aller Art sind generell berechtigt und verpflichtet, nach dem Umsatzsteuergestz (UStG) die Umsatzsteuer (auch Mehrwertsteuer genannt) abzuführen und in Ihren Rechnungen auszuweisen. Diese Pflicht gilt unabhängig von der Unternehmensform.

Eine Ausnahme gilt lediglich für so genannte Kleinunternehmer (§ 19 UStG ), bei denen keine Umsatzsteuer erhoben wird. Auf diese Umsatzsteuerbefreiung kann der Unternehmer jedoch durch Erklärung gegenüber dem Finanzamt verzichten (§ 19 II UStG ).

Die Wahl der Unternehmensform ist damit keine Frage der Mehrwertsteuerausweisung, die Unternehmer aller Art in jedem Fall vornehmen können.

Die Wahl der Unternehmensform sollte vor allem nach gesellschafts- und anderen steuerrechtlichen Aspekten erfolgen - hier können z.B. Überlegungen zu Haftungsbegrenzungen und zur unterschiedlichen Besteuerung von Personen- und Kapitalgesellschaften sinnvoll sein. Diese Fragen bedürfen jedoch einer gesonderten Beratung, die nicht für Ihren ausgelobten Einsatz von 30,- Euro erbracht werden kann.

Sofern Ihre Ehegattin allein das Gewerbe betreiben will, kann Sie als Einzelunternehmerin ein Gewerbe anmelden und in Ihren Rechnungen auch sofort die Umsatzsteuer ausweisen. Sogleich sollte eine Mitteilung an das Finanzamt erfolgen, dass man fortan auf die Umsatzsteuerbefreiung nach § 19 Absatz 1 UStG verzichtet.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für weitergehenden Beratungsbedarf können Sie mich gern per Email erreichen.

Ich weise Sie darauf hin, dass das Hinzufügen- oder Weglassen von Sachverhaltsdetails zu einer völlig anderen rechtlichen Bewertung führen kann.

Gern können Sie die Nachfragefunktion nutzen.
Mit freundlichen Grüßen

Norman Dauskardt
- Rechtsanwalt -

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