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Firmen-Wohnmobil?

22.05.2019 12:25 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Guten Tag.

Wir haben eine GbR und arbeiten mit audiovisuellen Medien (Foto - Video - Dokumentationen)
Wir sind dabei, einen Kastenwagen zu kaufen, der in einen Wohnmobil umgebaut werden kann, um nach Asien zu reisen (3-5 Jahre) und einen Dokumentarfilm machen, von die Orte die wir sehen und die Leute die wir kennen werden. Der Dokumentarfilm mochten wir dann später natürlich verkaufen.
Meine frage ist:
- Kann ich diese Wohnmobil als geschäftlich eintragen, während ich mich außerhalb Europas aufhalte?
- Könnte ich überhaupt das Wohnmobil für geschäftliche Zwecke in meinem Fall setzen? Ich würde den Dokumentarfilm täglich machen, aber wir werden auch im Wohnmobil leben. Wie können wir privat von geschäftlich trennen? Wir haben keine andere Wohnung.
- Wie soll ich in diesem Fall das Fahrtenbuch einrichten?
- Soll ich das 1% -Gesetz anwenden oder die Kosten von die Steuererklärung später abziehen?
- Der Preis des Fahrzeugs selbst, könnte ich es in 6 Jahren abziehen?

Auf der anderen Seite - ist es möglich, dies zu tun, wenn es als Wohnmobil registriert ist, oder wäre es besser, die LKW Zulassung zu behalten?

Danke für die Hilfe.

Einsatz editiert am 23.05.2019 13:39:13

Einsatz editiert am 25.05.2019 11:48:26

25.05.2019 | 15:06

Antwort

von


(58)
Tackheide 74a
47804 Krefeld
Tel: 02151 4467408
Web: http://www.steuerrecht-krefeld.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen und des Einsatzes für eine Online-Ersteinschätzung wie folgt beantworten:

Entscheidend ist zunächst, ob es sich bei dem anzuschaffenden Kastenwagen um Betriebsvermögen handelt. Es hängt von der Relation der betrieblichen zur privaten Nutzung ab. Wird das Fahrzeug ausschließlich betrieblich genutzt, können Sie damit im Zusammenhang stehenden Kosten in vollem Umfang absetzen. Diesen Grundsatz kennen Sie anscheinend.

Sie führen aus, Sie hätten keine andere Wohnung und gehen vermutlich davon aus, dass aus diesem Grunde das Fahrzeug auch privaten Zwecken dient. Das ist aber nicht zwingend. Wenn Sie ausschliesslich geschäftlich reisen, ist auch die Übernachtung im Fahrzeug geschäftlich und hindert den vollen Betriebsausgabenabzug nicht.

Sie führen aber aus, Sie hätten keine andere Wohnung. Gehe ich richtig in der Annahme, dass Sie damit meinen, nur auf der Geschäftsreise keine Wohnung zu haben oder haben Sie auch hier in Deutschland keine anderweitige Übernachtungsmöglichkeit?

Für das Finanzamt stellt sich möglicher Weise die Frage, ob die Reise nicht doch Urlaubscharakter hatte, wenn Sie nachfolgend die Reise nicht vermarkten sollten. Handelt es sich bei der GbR um ein llangjähriges etabliertes Unternehmen, das gewinnbringend betrieben wird.

Diese Fragen sind für meine abschliessende Meinungsbildung entscheidend. Benutzen Sie zur Beantworutung dieser Fragen am besten meine Email-Adresse, damit Ihnen die Nachfragefúnktion erhalten bleibt.

fMit freundlichen Grüßen

Franz Meyer
Rechtsanwalt
Steuerrecht Steuerstrafrecht




Rechtsanwalt Franz Meyer

Ergänzung vom Anwalt 25.05.2019 | 17:14

Sehr geehrte Frau Lanka,

aus meiner Sicht ist das steuerliche Problem nicht das Wohnmobil. Vielmehr stellt sich - auch bei einer GbR - die Frage, der Einkunftserzielungsabsicht, wenn Sie keinen Überschuss der EInnahmen über die Ausgaben erzielt. Die Absicht ist erforderlich, um ggfs. Verluste beim Finanzamt ansetzen zu können. Ob das Finanzamt bei Ihrer GbR eine Einunftserzielungsabsicht ausgeht, hängt von zahlreichen Umständen des Einzelfalles ab. Vor allem wird das Finanzamt bei Ihrer Art der Tätigkeit im Verlustfall Gedanken machen, ob nicht eher die Reiselust im Vordergrund stand und man durch den Ansatz eines Verluste einen Teil der privaten Kosten auf den Staat verlagert. Die weiteren Fragen betreffen die Vermögénssphäre. Wie konnte die Reise finanziert werden, sind Mitglieder der GbR Personen, die von einem Verlust von einem negativen Progressionsvorbehalt profitieren würden. Eine Absicht ist eine innere Tatsache. Es reicht nicht, sie zu behaupten. Vielmehr kann nur aus objetiven Anzeichen auf eine entsprechende Absicht geschlossen werden. Die Frage ist, ob ein vernünftiger dender Kaufmann auch eine solche Reise im Unternéhmensinteresse vorgenommen hätte. Nach welchen Kriterien hat er angenommen, dass damit ein Gewinn erzielt wird. Die Fragen sind nicht abschließend. Im Verlustfall müssen Sie aber mit Ihnen rechnen.

Geht man von einer Gewinnerzielungsabsicht aus, handelt es sich bei der Asien-Reise um eine Geschäftsreise. Wenn Sie die Fahrt mit Fahrzeug unternehmen, sollten Sie für das Finanzamt Argumente bereithalten, warum hierfür die Anschaffung eines Kastenwagens erforderlich war, evtl. die Anschaffung eines Fahrzeuges billiger als eine andere Übernachtungsmöglichkeit war.

Weisen Sie die betriebliche Notwendigkeit des Kastenwagens für Ihre mit Gewinnerzielungsabsicht betriebene Unternehmung nach, können Sie alle damit im Zusammenhang stehenden Kosten geltend machen. Es handelt sich um eine längere Geschäftsreise, für dessen die Durchführung das Fahrzeug erforderlich ist. Die Übernachtung ist natürlich auch eine geschäftliche Übernachtung und keine private. Eine private Nutzungsanteil kann Ihnen nicht zugerechnet werden, da es sich um eine rein betriebliche Veranstaltung handelt. Sollten doch private Gründe mitursächlich für die Reise sein, dürfte das Finanzamt insgesamt von einer privaten Veranstaltung ausgehen und die Kosten nicht anerkennen. In diesem Fall wird das Finanzamt im Verlustfalle, der nicht vorherzusehen ist, eine Gewinnerzielungsabsicht verneinen.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Meyer
Rechtsanwalt
Steuerrecht Steuerstrafrecht




ANTWORT VON

(58)

Tackheide 74a
47804 Krefeld
Tel: 02151 4467408
Web: http://www.steuerrecht-krefeld.de
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