Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Firma will Geld dabei hab ich dort nix bestellt

| 24.04.2015 23:51 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Eine Bestellung auf fremden Namen ohne Vollmacht führt zu einem Schadensersatzanspruch des Lieferanten gegen den vollmachtslosen Besteller.

Sehr geehrte Anwälte,

einen ehm. Hausmeister der mehr oder weniger Handwerker ist, der hat mir ein Angebot unterbreitet
Ich hatte aber kein Auftrag gegeben
Trotzdem will er nun 100 Prozent Vorschuss bevor er anfängt weil er kein Geld hat Material zu bezahlen
Das lehnte ich ab.
Nun meinte dieser Handwerker er hätte wohl schon in meinem Namen !!! bestellt und ich würde Rechnung von der Firma bekommen wo er das Material bestellte.

Frage: kann ein vollkommen fremder Mensch einfach was bestellen und dann so was sagen wie: Rechnung schicken Sie dem zu ?

Was muss ich tun, bin ich verpflichtet hier gegenüber der Firma diese Rechnung zu begleichen obwohl ich dort nichts bestellt hab ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Ein entsprechender Vertrag kommt nach § 145 BGB nur zustande, wenn der Antrag des ehemaligen Hausmeisters von Ihnen ausdrücklich angenommen wurde. Hierfür ist eine Willenserklärung erforderlich, die mit Bezug auf den Antrag des Hausmeister abgegeben worden.

Ein Vertrag muss hierbei nicht schriftlich abgeschlossen werden, sondern kann mündlich oder aus den Umständen geschlossen werden.

Wenn das Angebot von Ihnen nicht angenommen wurde, fehlt es an einem Vertrag, so dass ein Vorschuss nicht fällig ist.

2. Aus dem fehlenden Vertragsverhältnis war der ehemalige Hausmeister auch nicht berechtigt eine Bestellung abzugeben. Insoweit fehlt es an einer Bevollmächtigung nach § 167 BGB.

3. Soweit der ehemalige Hausmeister eine Bestellung auf Ihren Namen veranlasst hat, hat er Sie nicht wirksam verpflichtet, soweit Sie der Bestellung nicht ausdrücklich zustimmen.

4. Danach hat der Besteller dem Lieferanten den entstandenen Schaden zu ersetzen, der durch die Bestellung zustandegekommen ist. Eine Zahlungspflicht besteht für Sie nicht, was Sie dem Lieferanten bei Übersendung der Rechnung auch mitteilen sollten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.04.2015 | 00:46

Vielen Dank

das was ich im Bezug zum Hausmeister schrieb, war eig nur die Vorgeschichte

Es geht mir hauptsächlich darum wer hier wen zur Verantwortung ziehen kann in Bezug auf die Bestellung

Natürlich kann ja der Lieferant nicht wissen, ob der Hausmeister nun quasi in meinem Auftrag handelte oder nicht, die Frage war der eher ob eine solche Bestellung immer direkt gemacht werden muss bzw. ob der Lieferant nun gegenüber dem Hausmeister oder mir Vorgehen müsste.
Theoretisch könnte man natürlich annehmen, dass der Lieferant gutgläubig einfach so annimmt das ich letztendlich der "wahre" Besteller des Materials ist.
Daher nochmal die Frage, wie diese rechtliche Konstellation ausschaut?
Theoretisch könnte natürlich dann jeder für jeden irgendwas bestellen, zu klären wäre ob nun der Lieferant nur gegen den Hausmeister vorgehen kann oder ggfs. gegen beide oder vielleicht auch keinen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.04.2015 | 17:55

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Im Falle einer solchen Bestellung wird der Lieferant sich zunächst an Sie wenden, da er davon ausgehen muss, dass Sie der Auftraggeber sind.

Wenn sich herausstellt, dass der Hausmeister ohne Vollmacht und Vertretungsmacht bestellt hat, ist er gegenüber dem Lieferanten schadensersatzpflichtig.

Danach sind Sie rechtlich nicht an diese Bestellung gebunden. Der Lieferant kann Sie daher auch nicht rechtlich in Anspruch nehmen. Tut er dies dennoch hat er Ihnen die angefallen Kosten zu erstatten und muss sich die Kosten dann bei dem Hausmeister wiederholen.

Im Ergebnis kann der Lieferant wirksam nur gegen den Hausmeister vorgehen, da er nur gegen diesen einen Anspruch hat.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 25.04.2015 | 19:54

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Naja, ein Bekannter der Mitglied einer Erbengemeinschaft ist sagte mal, dass ein Handwerker, der ein Auftrag von einem Mitglied der Erbengemeinschaft erhält, nicht wissen kann, ob auch die anderen Mitglieder damit einverstanden sind
Der Handwerker geht dann gutgläubig davon aus.
Mein Bekannter meinte dann, dass er den Handwerker trotz fehlender vollständiger Beauftragung im Außenverhältnis bezahlen muss , der Handwerker also einen berechtigten Anspruch gegen die Gemeinschaft hat und sich das eine Mitglied die Ansprüche im Innenverhältnis zurückholen muss
Ich frage mich daher was an meiner Frage so anders ist und bitte um Rahmen des Portals um eine Erläuterung "
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen