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Firma in Teilen verkauft . Arbeitsplatz Außendienst fällt weg. Recht auf Abfindung ?


01.10.2014 12:41 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo
Unsere Firma hatte bis vor einem Jahr noch 16 Filialen . Ich bin seit 2004 erst im Verkauf dann als Filialleitung und die letzten Jahre als Außendienst tätig gewesen.
Seit Dezember 2013 bin ich krank und beziehe Geld von der Krankenkasse .
Nun wird die Firma in kleinen Happen an verschiedene Firmen verkauft .
Mein Chef hat mir mitgeteilt das mein Arbeitsplatz wegfällt und ich keiner Filiale zugeordnet werden kann .
Habe ich Anspruch auf eine Abfindung ?
Danke im Voraus

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein grundsätzlicher rechtlicher Anspruch auf Zahlung einer Abfindung besteht nicht.

Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie man als Arbeitnehmer doch zu einer Abfindung kommen kann.

1. Zunächst kann eine Abfindung im Rahmen eines sogenannten Aufheungsvertrags, welcher zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber anstelle einer Kündigung abgeschlossen werden kann, vereinbart werden. Einen solchen Aufhebungsvertrag sollten Sie jedoch vor Abschluss von einem Rechtsanwalt überprüfen lassen, da es in einem solchen Fall einige Dinge zu beachten gibt (insbesondere Vermeidung einer Sperrzeit bezüglich des Arbeitslosengeldes).

2. Sollten Sie in Ihrem Fall nicht die Möglichkeit bestehen einen Aufhebungsvertrag abzuschließen, wird es hier wohl zum Ausspruch einer betriebsbedingten Kündigung kommen. Gegen diese Kündigung haben Sie dann die Möglichkeit innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht zu erheben, vgl. § 4 KSchG. Sollte das Arbeitsgericht dabei feststellen, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist und dem Arbeitnehmer jedoch die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht zuzumuten ist, so hat das Gericht auf Antrag des Arbeitnehmers das Arbeitsverhältnis aufzulösen und den Arbeitgeber zur Zahlung einer angemessenen Abfindung zu verurteilen. Die Höhe dieser Abfindung ergibt sich hier aus § 10 KSchG.

3. Eine weitere Möglichkeit einer Abfindungszahlung ergibt sich aus § 1a KSchG. Hiernach ist eine Abfindung zu zahlen, wenn es sich um eine betriebsbedingte Kündigung handelt und der Arbeitnehmer auf die Erhebung einer Kündigungsschutzklage nach § 4 KSchG verzichtet.
Der Anspruch setzt allerdings den Hinweis des Arbeitgebers in der Kündigungserklärung voraus, dass die Kündigung auf dringende betriebliche Erfordernisse gestützt ist und der Arbeitnehmer bei Verstreichenlassen der Klagefrist die Abfindung beanspruchen kann. Eine Verpflichtung des Arbeitgebers dem Arbeitnehmer eine solche Abfindung anzubieten besteht jedoch nicht.

4. Zudem kann sich ein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung aus Tarifvertrag, einer Vereinbarung mit dem Betriebsrat oder einem Sozialplan ergeben.

Sollten Sie juristischen Beistand bei den Ausstiegsverhandlungen mit Ihrem Arbeitgeber benötigen, können Sie sich gerne an unsere Kanzlei wenden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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