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Firma Gründen

07.04.2016 10:20 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Kleinunternehmerregelung bei Firmenneugründung

Guten Tag,
Ich bin Freiberufler (Informatiker) und möchte eine Firma gründen als zweite Beschäftigung ...
In mein Freizeit möchte EDV Produkten (Computer/ Monitor, Drucker) kaufen und verkaufen...

Ich möchte weiterhin Freiberufler bleiben und die Neuen Firma (Einkauf /Verkauf EDV )NEW oder Gebraucht möchte ich auf mich un meine Bruder zulassen...

Für die erste Beschäftigung (Informatiker Freiberufler) meine Kunden zahlen MWST ..
Für die neuen Firma (EDV Einkauf-Verkauf) denke ich an die Richtung Kleinunternehmer...also ohne MWST ...
Ist das erlaubt? Oder sollte ich ein UG machen?
Was ist hier die beste Lösung....wie gesagt Umsatz Erwartungen = bis 10.000 Euro /Jahr...
Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sofern Sie bereits mit Ihrer bisherigen freiberuflichen Einzelunternehmung zur Umsatzsteuer-Regelbesteuerung verpflichtet sind (wovon ich für die weiteren Ausführungen ausgehe), würden Sie grds. auch mit jeder weiteren einzelunternehmerischen und umsatzsteuerpflichtigen Tätigkeit der Umsatzsteuerregelbesteuerung unterliegen. Zur Klarstellung: Sie können also nicht für einen Ihrer Betriebe/Unternehmungen der Umsatzsteuerregelbesteuerung unterliegen und abweichend davon für andere/weitere Betriebe/Unternehmungen von der sog. Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG Gebrauch machen. Denn umsatzsteuerlich gilt das Prinzip der sog. Unternehmenseinheit.

Etwas anderes gilt jedoch, sofern Sie - etwa durch Beteiligung eines weiteren Gesellschafters (wie hier z.B. Ihres Bruders) - eine andere Rechtsperson gründen und die zusätzliche unternehmerische Tätigkeit in deren Namen ausüben. Dies kann dabei wahlweise in Form einer Personengesellschaft (z.B. GbR oder KG) erfolgen, oder auch in Form einer juristischen Person (z.B. GmbH oder UG).
In diesem Falle könnte u. U. - sofern die entsprechenden Voraussetzungen gemäß §19 UStG erfüllt sind, also insbesondere die dort genannten Umsatzgrenzen nicht überschritten werden - die Kleinunternehmerregelung auf Antrag Anwendung finden.

Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass Ihnen die Anwendung der Kleinunternehmerregelung nicht zwingend Vorteile (insbesondere Preisvorteile) bringen muss. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie
a) ausschließlich oder weit überwiegend unternehmerische und vorsteuerabzugsberechtigte Kunden haben, welche mithin die von Ihnen in Rechnung gestellte Umsatzsteuer im Wege des Vorsteuerabzugs vom Finanzamt erstattet bekommen, sodass die "ersparte" Umsatzsteuer in diesen Fällen gar keinen Preisvorteil bieten würde, und
b) Ihre vorsteuerbelasteten Betriebsausgaben die Erlöse übersteigen, da Sie in diesem Falle auf den übersteigenden Vorsteuerabzug verzichten würden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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