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Fingierte Stundenzettel


24.07.2005 19:41 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Abend,

ich bin seit ein paar Jahren bei einer Firma im Rahmen der Gleitzonenregelung beschäftigt. Wenn ich in einem Monat über der arbeitsvertraglich vereinbarten monatlichen Höchststundenzahl liege, soll ich auf Wunsch der betreffenden Firma die überzähligen Stunden auf den nächsten Monat übertragen. Mein Stundenzettel ist in solchen Fällen also fingiert. Ich mache das jetzt schon seit geraumer Zeit so und für mich selbst ist das auch in Ordnung, ich bin mir aber nicht sicher hinsichtlich der Rechtmäßigkeit des Ganzen. Kann ich durch ein solches Vorgehen in irgendwelche rechtliche Schwierigkeiten geraten oder mache ich mich damit gar strafbar? Was kann mir im schlimmsten Falle "blühen", wenn diese Sache auf irgendeine Weise auffliegt?


Ratsuchender
24.07.2005 | 20:00

Antwort

von


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63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
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Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie machen sich nicht strafbar, wenn Sie Überstunden auf das Arbeitszeitkonto des Folgemonats übertragen.

Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass mit Einführung des Arbeistzeitgesetz der Arbeitgeber nicht berechtigt ist, von Ihnen eine regelmäßige Mehrarbeit zu fordern. Grundsätzlich wird der Umfang der arbeitsvertraglichen Verpflichtungen durch den Arbeitsvertrag und nicht durch die betrieblichen Erfordernisse festgelegt. Sie sind nur aus dem arbeitsvertraglichen Treueverhältnis verpflichtet, im Falle betrieblicher Bedürfnisse Mehrarbeit zu leisten.

Ich vermute daher, dass Ihr Arbeitgeber das Arbeitszeitgesetz umgehen will. Denn sollte ein Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz festgestellt werden, würde nur er sich evtl. strafbar machen.

Machen Sie sich also keine Sorgen.Denn Sie werden gerade durch diese Gesetz geschützt.

Im Übrigen haben Sie auch Anspruch auf Bezahlung der Überstunden. So hat in einem vom Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (7 Sa 1155/01) entschieden Fall der Arbeitnehmer in einem identischen Fall bei seinem Ausscheiden aus dem Betrieb die Überstunden -knapp 14.000 Euro- bezahlt bekommen. Sollte Ihr Arbeitsgeber also die Bezahlung verweigern, können Sie die Bezahlung problemlos gerichtlich durchsetzen.

Machen Sie sich also keine Sorgen.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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