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Finanzvermittler bietet falsche Kondition


| 23.05.2007 11:13 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Ich habe zur Finanzierung eines Hauses ein Konditionsangebot für einen Kredit von einer Finanzierungs-Vermittlungs-Gesellschaft (mehrjährig sehr gutes Rating in der Finanztest) erhalten. Dieses Angebot galt vorbehaltlich der endgültigen Beleihungs- und Bonitätsprüfung durch die Gesellschaft und die finanzierende Bank sowie die termingerechte Vorlage der Unterlagen.
Die Kondition habe ich schriftlich angenommen und nach vollständigem Zusendung aller Unterlagen den Kreditantrag der finanzierenden Bank erhalten.
Dieser wies zwar die richtigen Konditionen, allerdings eine andere Zinsbindungsdauer als im Konditionsangebot(10 statt 15 Jahre) auf. Ich habe dies im Vertrag handschriftlich korrigiert und den Vertrag unterschrieben zurückgeschickt. Nun stellt sich heraus, dass der Finanzdienstleister mir fälschlicherweise eine falsche Kondition angeboten hat und der Zins bei 15 Jahren Zinsbindung um einiges höher ausfällt. Kann ich mich auf das vorherige Angebot des Finanz-Vermittlers berufen bzw. dieses einfordern?

Danke!

-- Einsatz geändert am 23.05.2007 11:48:17

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Sie können entweder gegen die Gesellschaft oder den Finanzvermittler persönlich Schadensersatz geltend machen, im letzteren Fall dann, wenn der Vermittler persönliches Vertrauen und besondere Sachkunde für sich in Anspruch genommen und sich dabei auf den unrichtigen Prospekt bzw. die unrichtigen Konditionsangaben bezogen hat. In diesem Fall hätte sich der Vermittler die falschen Konditonsangaben zu eigen gemacht und haftet insoweit persönlich.

Allerdings muss ein Ursachenzusammenhang zwischen der Unrichtigkeit des Prospekts bzw. der Konditionen, der konkreten Kreditentscheidung und dem eingetretenen Schaden bestehen.

Nach Ihrem Vortrag hätten Sie bei Kenntnis des zutreffenden Sachverhaltes die Kreditentscheidung so nicht vorgenommen.
Der Finanzvermittler müsste im Gegenzug darlegen und beweisen, dass Sie die Kreditentscheidung auch bei voller Kenntnis des Sachverhaltes getätigt hätten, was ihm praktisch nie gelingen wird.
Vor diesem Hintergrund könnten Sie nach vorläufiger Bewertung des Sachverhaltes Schadensersatz geltend machen.

Zur Durchsetzung des Schadensersatzanspruches sollten Sie aber einen Kollegen vor Ort mandatieren, der den konkreten Schaden beziffern wird.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2007
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 23.05.2007 | 13:03

Sehr geehrter Ratgebender,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Nach Durchsicht der AGBs des Finanzvermittlers ACCEDO AG scheint es so als würde der Vermittler für sein Konditionsmitteilungen keine Gewähr übernehmen. Jedoch scheint mir die schriftliche Mitteilung der Konditionen, welche im Schriftsatz als "Konditionsangebot für Kundennummer xxxx" bezeichnet wird in einem Geschäftsbrief mit Unterschrift und Aufforderung um Annahme der Konditionen mit Fristsetzung als doch recht verbindlich - auch wenn das Wort "verbindlich" nicht im Angebot erscheint. Könnte der Finanzvermittler aufgrund seiner AGBs die Gewähr ausschließen und damit die Schadensersatzansprüche abwehren?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.05.2007 | 14:04

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Nein, der Finanzverwalter könnte einen derartigen Gewährleistungsausschluss nicht wirksam in seinen AGB`s ausschließen.

Hier gelten die beschriebenen Grundsätze der Prospekthaftung, so dass Sie einen Kollegen vor Ort mandatieren mögen, der sich Ihrer Sache annimmt.

Falls es wider Erwarten Probleme geben sollte, können Sie sich selbstverständlich auch über meine Homepage (www.kanzlei-roth.de) einloggen und mich direkt kontaktieren.

Mit freundlichen Grüße
aus Hamburg

K. Roth
- Rechtsanwalt -

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