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Finanzierungskauf für Bekannte

18.11.2006 19:29 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Ich habe für eine Bekannte einen Laptop finanziert. Mündlich wurde vereinbart, dass sie mir die monatlichen Raten überweist. Nach 8 Monaten hat sie mir immer noch keine einzige Rate gezahlt. Daraufhin habe ich ihr eine Frist zur Zahlung des kompletten Finanzierungsbetrages gesetzt. Diese Frist ist bereits verstrichen. Mehrfach wurde mir versprochen das Geld persönlich vorbeizubringen, doch auch dieses ist nie geschehen.
Der Kauf- und Finanzierungsvertrag ist natürlich auf meinen Namen ausgestellt und die Raten werden monatlich von meinem Konto abgebucht.
Da, wie gesagt, alles nur mündlich vereinbart wurde, habe ich nichts schriftliches von der Bekannten.

- Kann ich, obwohl ich nichts schriftliches habe, das Geld zurückfordern ?
- Wie kann ich nun weiter vorgehen um an das Geld zu kommen ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Da ein Darlehensvertrag aufgrund der Formfreiheit nicht der Schriftform bedarf, ist er als wirksam anzusehen und Ihre Bekannte hat Ihnen das gewährte Darlehen zzgl. Zinsen zurückzuerstatten. Sie können deshalb den Rechtsweg beschreiten und etwa einen Mahnbescheid beantragen. Allerdings hat Ihr Vorgehen nur Aussicht auf Erfolg, wenn Sie beweisen können, dass Sie das Darlehen tatsächlich an die Bekannte ausbezahlt haben, z.B. durch einen Kontoauszug oder Personen, die von der Zahlung wissen. Parallel können Sie auch eine Anzeige wegen Betruges erstatten oder mit einer solchen gegenüber Ihrer Bekannten drohen. Hat diese kein Geld, kommt eine Pfändung des Laptops infrage.

Gerne unterstütze ich Sie dabei, Ihren Anspruch durchzusetzen. Wenden Sie sich bei Bedarf an mein Büro.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


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