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Finanzierungsbestätigung


05.06.2006 12:15 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Guten Tag,

ich werde ein Haus kaufen. Der Verkäufer verlangt eine Finanzierungsbestätigung der Bank. Mein Geld liegt jedoch bei einer Depotbank in Aktienfonds. Dieses Depot löse ich erst auf, sobald der Kaufvertrag beim Notar unterschrieben ist. Reicht da nicht ein Kontoauszug der Depotbank als Nachweis, dass genügend Mittel für den Hauskauf zur Verfügung stehen? Was muß ich tun?

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich aufgrund Ihrer Angaben wie folgt Stellung nehme:

Die Finanzierungsbestätigung einer Bank ist zwar regelmäßig Grundbedingung für den Abschluss eines Kaufvertrages über ein Haus, jedoch keine Voraussetzung. Verfügt der Käufer über Barmittel, bedarf es keiner Finanzierungsbestätigung, sondern es wird die Vorlage einer Bestätigung der Bank ausreichen, dass der Kunde über entsprechende Barmittel verfügt. Falls Ihr Aktiendepot den Kaufpreis deckt und aus diesem Grunde keine Fremdfinanzierung erforderlich sein wird, wird der Kaufvertrag auch ohne Vorlage einer Finanzierungsbestätigung geschlossen werden können. Sie sollten sich daher vor dem Notartermin mit dem Verkäufer in Verbindung setzen und mitteilen, dass Sie anstatt der geforderten Finanzierungsbestätigung einen aktuellen Nachweis über Ihr Aktiendepot vorlegen werden, den Sie ggf. von der Bank zuvor bestätigen lassen. Der Verkäufer kann in diesem Fall vertraglich in der Weise gesichert werden, dass sich der Nutzen-/Lastenwechsel erst nach Eingang des Eigenkapitals auf dem Notaranderkonto vollziehen soll. In dem Notarvertrag sollte weiterhin geregelt werden, dass die Auflassung nach Eingang der Kaufpreissumme auf dem Notaranderkonto erklärt wird.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 05.06.2006 | 18:45

Vielen Dank für die Antwort,

ist ein Notaranderkonto zwingend notwendig? Da sind doch sicherlich Kosten mit verbunden. Müßte es nicht dem Verkäufer reichen, das der Mittelnachweis durch Eigenkapitalnachweis (Kontoauszug) erbracht wird? Ich bin ja durch den Notarvertrag zur Zahlung verpflichtet. Ich möchte zusätzliche Kosten vermeiden. Vielen Dank fur Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.06.2006 | 19:41


Sehr geehrter Fragesteller,

die Zahlung des Kaufpreises auf ein Notaranderkonto ist nicht zwingend erforderlich. Überdies sind sämtliche Zahlungsmodalitäten verhandelbar, wobei Ihr vorhandenes Eigenkapital als Nachweis für Ihre Zahlungsfähigkeit ausreichend sein dürfte . - Da Kaufverträge in der Regel Zug um Zug abgewickelt werden, kann es im Interesse des Käufers liegen, dass das Geld zunächst auf ein Notaranderkonto eingezahlt wird, zumal sich die Eigentumsumschreibung nicht zeitgleich mit der Kaufpreiszahlung vollziehen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin

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