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Finanzierung einer Ausbildung

17.06.2008 21:16 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


18:14

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bemühe mich um eine zweite Ausbildung, die teilweise durch das Arbeitsamt finanziert werden soll. Das Arbeitsamt bezahlt zwei von drei Jahren, wenn ich für die Finanzierung des dritten Jahres, einen öffentlichen Träger gewinne.Gerne würde mir meine Familie das dritte Jahr finanzieren, dies ist jedoch nicht erwünscht,da Privatpersonen dies nicht übernehmen dürfen.

Das Geld für die Finanzierung des dritten Jahres möchte das Arbeitsamt schon vor Beginn der Ausbildung auf einem Konto festgelegt haben, damit es im dritten Jahr auf jeden Fall zur Verfügung steht.
Dafür bietet sich,da es sich um eine Ausbildung im gesundheitlichen Bereich handelt,eine Freundin an, die als Heilpraktikerin in eigener Praxis arbeitet.

Meine Freundin würde den Betrag für das dritte Jahr als privaten Kredit bei meiner Familie aufnehmen.

Ihr Steuerberater hat jedoch Bedenken, da die kleine Heilpraktikerpraxis nicht genug Einnahmen hat, um dies zu rechtfertigen. Er empfiehlt, sich an einen gemeinnützigen Verein zu wenden, der das Geld als zweckgebundene Spende empfangen könnte, um damit im dritten Jahr die Ausbildung zu finanzieren.
Eventuell auch selbst einen nichteingetragenen Verein zu diesem Zweck zu gründen.

Welchen Rat würden Sie mir geben ?


17.06.2008 | 21:50

Antwort

von


(720)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragende,

Sie schreiben, dass die Finanzierung durch einen "Öffentlichen Träger" zu erfolgen hat.

Öffentliche Träger sind (im weiteren Sinne) alle Sozialleistungsträger nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) sowie die Träger der Sozialhilfe (s. §12 SGB 1 , Leistungsträger von Sozialleistungen), also öffentlich-rechtliche Stellen wie zum Beispiel die Kranken- und Pflegekassen, Bundesanstalt für Arbeit, die Ämter für Ausbildungsförderung, die Hauptfürsorgestellen, Integrationsämter, die Jugendämter, die Sozialämter und die Familienkassen.

Öffentliche Träger (im engeren Sinne) sind die behördlichen Träger der Jugendhilfe sowie der Sozialhilfe. Dies ist zu unterscheiden von den freien Trägern.

Dabei müssten Sie sich an den Landkreis oder die (kreisfreie) Stadt wenden.
Die können Ihnen weiterhelfen.

Daher wäre Ihre Freundin überhaupt nicht geeignet.
Zudem wäre auch die eigene Gründung eines Vereins nicht möglich.
Beides sind keine öffentlichen Träger.

Ich würde mich daher an Ihrer Stelle an die Stadt/den Landkreis wenden, da diese Ihnen genau sagen können, an wen Sie sich wenden müssen (ggf. auch das Arbeitsamt näher befragen).

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 22.06.2008 | 15:01

Sehr geehrte Frau Dr. Seiter,

das AA hat mir jetzt endgültig mitgeteilt, dass die Finanzierung des dritten Jahres, durch einen Praktikumsbetrieb
der Schule übernommen werden muss.

Wäre es in diesem Fall möglich, das Geld dem Praktikumsbetrieb über eine zweckgebundene Spende zur Verfügung zu stellen, ohne das das für den Betrieb finanzielle Nachteile bringt?

Vielen dank und freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.06.2008 | 18:14

Sehr geehrte Fragende,

der Steuerberater Ihres Ausbildungsbetriebs hat - wenn es in diesem Fall überhaupt Sinn machen würde - richtigerweise einen gemeinnützigen Verein als Spendenempfänger benannt. Nur in diesem Fall hätten Sie sodann auch den Vorteil, für Ihre Spende eine entsprechende Spendenbescheinigung zu erhalten und sodann den Spendenabzug steuerlich geltend zu machen.

Diese Gestaltung ist ja aber - wie Sie schreiben - offenbar nicht zulässig.

Eine zweckgebundene Spende an den Betrieb ist hierfür nicht geeignet, da insofern kein steuerlich begünstigter Zweck und somit auch keine steuerliche Berücksichtigung der Spende für Sie gegeben ist. Sie ist überdies auch sehr ungewöhnlich und führt daher sicherlich erst recht zu unbequemen Nachfragen des Finanzamtes.

Sehr wohl wäre aber folgende Konstellation möglich:

Sie (bzw. Ihre Familie) zahlen die Ausbildungsgebühr direkt und mit klarem Hinweis auf den Verwendungszweck an Ihren Ausbildungsbetrieb - und zwar als Kostenbeteiligung zu Ihrer Ausbildung. Ihr Ausbildungsbetrieb leitet dieses Geld dann an das AA weiter. Für Ihren Ausbildungsbetrieb stellt sich dieses dann in der Buchhaltung wie folgt dar:
1.) die Zahlung an das AA = Betriebsaufwand (z. B. Fortbildungskosten)
2.) Ihre Kostenbeteiligung = Erstattung des Betriebsaufwandes

Somit erfolgt dieser Vorgang in der Buchführung Ihres Ausbildungsbetriebs erfolgsneutral (d. h. ohne Gewinnauswirkung).

Für Sie jedoch stellt diese Kostenbeteiligung Werbungskosten im Rahmen Ihrer Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (§19 EStG ) dar, die Sie bitte in Ihrer Steuererklärung angeben. Steuerliche (positive) Auswirkung wird dieses für Sie natürlich nur dann haben, wenn von Ihren mtl. Gehaltsbezügen während des Jahres überhaupt ein Lohnsteuerabzug vorgenommen worden ist, der zu einer Erstattung führen könnte.

Ich hoffe, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Corina Seiter

ANTWORT VON

(720)

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27753 Delmenhorst
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