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Finanziertes Haus und Schenkung, wie wirkt sich das auf den Zugewinn aus?

16.05.2008 16:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich habe vor meiner Eheschließung ein Haus gekauft und beim Kauf bereits nicht unerhebliches Eigenkapital aufgewendet. Ich stehe als Eigentümer alleine im Grundbuch. Ca. ein Jahr nach Kauf wurde 2003 die Ehe geschlossen (Zugewinngemeinschaft), seitdem habe ich Zins + Tilgung gezahlt. Nunmehr habe ich im Februar 2008 durch eine Schenkung (Überweisung der Restschuld durch den Schenkenden direkt auf das Hypothekenkonto) das Haus schuldenfrei.
Wie würde sich die Lage im Falle einer Scheidung darstellen?
Welche Ansprüche betreffend das Haus und die Schenkung hätte ich auszugleichen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Wert, den die Immobilie zum Zeitpunkt der Heirat damals hatte, wird Ihrem Anfangsvermögen hinzugerechnet. Die damaligen Schulden müssen dann auch berücksichtigt werden.

Die in der Folgezeit geleisteten Zins- und Tilgungsraten sind unbeachtlich, werden bei der Berechnung also nicht berücksichtigt.

Am Tage des Zuganges des Scheidungsantrages wird dann der Wert des Haues Ihrem Endvermögen hinzugerechnet und die Differenz zwischen End- und Anfangsvermögen wäre dann, wenn es keine andere Vereinbarung gibt, hälftig auszugleichen.

Beim Endvermögen ist nun zu beachten, dass die Lastenfreiheit (und damit der Vermögenszuwachs) durch die Schenkung erfolgt ist.

Dabei kommt es auf die Art und den Beweggrund der Schenkung an.

Ist diese z.B. in Hinblick auf ein künftiges Erbe Ihrerseits erfolgt, wird der Schenkungsbetrag auch dem Anfangsvermögen hinzugerechnet, wäre für Sie also von Vorteil. Diese Art der Schenkung müssten Sie dann aber beweisen.

Ist die Schenkung ohne Bestimmung erfolgt, kommt eine Anrechnung beim Anfangsvermögen nicht in Betracht.

Die Schenkung selbst wäre nicht nochmals ausgleichspflichtig, da sie ja schon beim Hauswert berücksichtigt worden ist und eine Doppelberechnung ausscheidet.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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