Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Finanziertes Auto bei Trennung ausbezahlen?

| 13. Mai 2022 12:10 |
Preis: 48,00 € |

Kredite


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo liebes Anwalt-Team,

meine nicht-eheliche Beziehung steht momentan auf einem harten Prüfstand und da die einvernehmliche Trennung bevorstehen könnte, möchte ich mich rechtzeitig über den schwierigsten Posten erkundigen, bevor hier böses Blut entsteht. Folgende Ausgangslage:

Wir haben uns zusammen ein knapp 2 Jahre altes Auto gekauft und haben eine Finanzierung über 8 Jahre abgeschlossen.

*Den Kaufvertrag haben beide unterschrieben
*Der Kredit läuft ausschließlich über mich
*Die bisherigen Raten (16 von 96) haben wir uns geteilt, d.h. jeder hat bislang einen 8,3%igen Anteil am Auto bezahlt (16 durch 96 durch 2)
*Den Großteil der bisher von uns gefahrenen Kilometer (ca. 15.000) haben wir gemeinsam hauptsächlich in Urlauben und im Alltag zurückgelegt, wenn auch immer ich gefahren bin, da meine Partnerin keinen Führerschein hat. Ich habe sie ab und an zur Arbeit gefahren oder abgeholt.
*Zudem haben wir beide den Wagen an ein paar Wochenenden unabhängig voneinander als Camper genutzt, die Fahrten habe aber immer ich gemacht.
*Natürlich habe ich den Wagen auch ab und an für meine privaten Fahrten ohne meine Partnerin genutzt

Wenn es jetzt zu einer Trennung kommen und ich den Wagen komplett übernehmen sollte, stellt sich mir nun die Frage, inwiefern ich sie ggf. auszahlen müsste.

Würde ich den Wagen komplett für mich alleine beanspruche und ihr nicht kulanterweise für ein paar Camping-Wochenenden zur Verfügung stellen, würde sie wohl den halben Wert der 16 bisher geteilten Raten fordern, was eine stattliche Summe wäre.
Würde ich den Wagen jetzt verkaufen, könnten wir dem Erlös den Rest-Kredit wohl halbwegs komplett ablösen, aber sicher keinen "Gewinn" einstreichen. Auf jeden Fall würde so für sie absolut kein Geld mehr raus springen. Der Wagen hat natürlich einen Wertverlust in den letzten 16 Monaten erfahren, auch wenn so ein Bulli mit Innenausbau sicher eine gewisse Werterhaltung besitzt.

Sie hat natürlich einen Anteil am Auto, aber wie würde der sich bemessen? Aktuellen Wert schätzen lassen und dann die bislang investieren 8,3% davon?
In älteren, ähnlichen Fällen wurde gesagt, dass der Partner bis zum Verkauf keinen Anspruch auf Auszahlung hat, sofern das Auto von beiden genutzt wurde.

Vielen Dank schon mal im Voraus für Ihre Antwort.
Viele Grüße

13. Mai 2022 | 13:39

Antwort

von


(476)
August-Bebel-Str. 13
33602 Bielefeld
Tel: 0521/9 67 47 40
Web: http://www.kanzlei-alpers.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Die Tatsache, dass Sie den Kaufvertrag gemeinsam unterschrieben haben und jeder bislang die Hälfte der jeweiligen Raten übernommen hat, spricht zunächst deutlich dafür, dass hier gemeinsames Eigentum vorliegt und auch der Kredit für die Finanzierung gemeinsam von Ihnen bedient werden sollte.

Dementsprechend müssen Sie auch bei einer Trennung gemeinsam zu einer Entscheidung kommen.
Es gelten die Regelungen über die sog. Bruchteilsgemeinschaft gem. § 741 ff. BGB.

Eine gemeinsame Weiternutzung erscheint im Falle einer Trennung naturgemäß eher problematisch, zumal Ihre Freundin ja nicht einmal über einen Führerschein verfügt.

Jeder von Ihnen kann den Verkauf der Fahrzeugs verlangen, § 753 BGB. Mit dem Erlös wäre dann der Kredit abzulösen und etwaiger Gewinn oder Verlust wäre entsprechend zu teilen.

Alles andere, d.h. also insbesondere die Übernahme des Fahrzeugs durch Sie, wäre letztlich Verhandlungssache zwischen Ihnen beiden. Tatsächlich hat Ihre Freundin Anspruch auf den hälftigen Wert des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung, muss sich aber die bis zum Ende der Finanzierung zu leistenden hälftigen Raten (bzw. die Hälfte des zu leistenden Betrages bei vorzeitiger Tilgung) anrechnen lassen. Welche Raten in der Vergangenheit in welcher Höhe hier bereits geleistet wurden, spielt hierbei m.E. nicht wirklich eine Rolle.

Für eine Rückforderung der in der Vergangenheit geleisteten Raten sehe ich bei Ihrer Schilderung, insbesondere weil Sie das Fahrzeug ja auch gemeinsam angeschafft und genutzt haben, keinen Anlass.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Antwort zunächst weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers

Bewertung des Fragestellers 13. Mai 2022 | 14:00

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13. Mai 2022
5/5,0

ANTWORT VON

(476)

August-Bebel-Str. 13
33602 Bielefeld
Tel: 0521/9 67 47 40
Web: http://www.kanzlei-alpers.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Mietrecht, Verkehrsrecht, Internet und Computerrecht, Vertragsrecht