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Finanzamt und Geldzugänge

01.04.2020 14:32 |
Preis: 28,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Elisabeth v. Dorrien


Zusammenfassung: Missverhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben gegenüber dem Finanzamt erklären

Schönen guten Tag,

meine Frage/Fragen lauten wie volgt.

Ich stell mir schon seit längerm die Frage wie man sicher sein kann, dass das Finanzamt einem nicht irgendwann bei einer Steuerprüfung Schwarzeinnahmen unterstellt.

Im Steuerrecht gibt es ja auch Geldzuflüsse die nicht der Besteuerung unterliegen. Bsp. Bafög, Stipendien, Gewinne, Privatverkäufe,...

Bin ich verpflichte darüber Nachweise zu führen? Angenommen das Finanzamt kommt irgendwann auf mich zu und verlangt bspw. einen Mittelherkunftsnachweis, Einen Nachweis wovon ich in einem bestimmten Zeitraum gelebt habe oder es stellt eine Geldverkehrsrechnung an.

Ich sehe das Problem darin, dass ich dem Finanzamt steuerfrei Zuflüsse nicht mitteilen muss. Bsp. Bafög, es aber nirgendwo steht, dass ich im privaten eine Buchhaltungspflicht erfüllen muss.

Wäre es nicht eigentlich am besten, wenn jeder im Land eine Steuererklärung abgibt mit allen Geldzuflüssen über das Jahr hinweg. Dann würde man nicht irgendwann in solch eine Sitution kommen in der man plützlich Nachweise erbringen muss.

Es könnte mir dann unterstellen, dass mein Vermögen oder meine Anschaffungen nicht zu meinem in der Steuererklärung erklärten Einkommen passt.

Bedeutet das im Umkehrschluss, dass ich eigentlich mein ganzes Leben immer ein Büchlein haben muss in dem ich diese Beträge festhalte?

vielen Dank im Vorraus

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Vielleicht nicht Ihr ganzes Leben lang, aber zumindest innerhalb der sog. Festsetzungsfrist (4 Jahre), die sich allerdings auf zehn Jahre verlängern kann, wenn die Finanzbehörde von Steuerhinterziehung ausgeht. Das kann dann der Fall sein, wenn aufgrund Ihrer Steuererklärungen oder auch aufgrund einer Betriebsprüfung eine Lücke entsteht zwischen Ihren Einnahmen und Ihren Ausgaben. Dann kann das Finanzamt unterstellen, dass Sie Ihre Einnahmen nicht vollständig erklärt, also "Schwarzeinnahmen" gehabt haben, mit anderen Worten: Es verdächtigt Sie, Gelder erhalten, aber nicht versteuert zu haben.

Wenn Sie Ausgaben haben, die Sie nicht mit den erklärten Einnahmen bezahlt haben können, also "über Ihre Verhältnisse" leben, dann wird das Finanzamt zunächst bei Ihnen nachfragen, wie es zu dieser Unterdeckung kommt. Bei einem konkreten Verdacht, also bestimmten Anhaltspunkten (dazu gehören oft auch Angaben von Dritten), die darauf hindeuten, dass Sie dem Finanzamt gegenüber Einnahmen bewusst verschweigen, kann auch ein Ermittlungsverfahren (Steuerstrafverfahren) gegen Sie eingeleitet werden, und im Ernstfall wird ein Durchsuchungsbeschluss für Ihre Wohnung und/oder Ihren Betrieb beantragt.

Insofern ist Ihr Gedanke völlig richtig, dass man am besten alles das aufbewahrt, was einen rechtmäßigen Umgang mit Einnahmen und Ausgaben belegt. Damit ist man jedenfalls auf der sicheren Seite.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, und verbleibe mit freundlichen Grüßen!

Elisabeth v. Dorrien
Rechtsanwältin

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