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Filesharing-Absicherungsschreiben für WG


04.01.2007 13:02 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Wir haben in unserer WG einen Linux-Server auf dem ein Filesharing-Programm installiert ist.
Dieser Server verfügt über ein Web-Interface das es jedem meiner Mitbewohner gestattet, den Server zu bedienen
und neue Download-Aufträge zu setzen.

Meine Intention den Server zu aufzusetzen war, schneller und Community-Freundlicher an freie, Open-Source-Software zu gelangen.
Nun kann ich die aktuellen Download-Aufträge des Servers aber nicht täglich kontrollieren und möchte auf "nummer sicher" gehen, sollte sich einer meiner Mitbewohner doch mal urheberrechtlich geschütztns Content runterladen.

Da der Internet-Anschluss allein auf meinen Namen läuft wäre ich im "Fall des Falles" ja der einzige Ansprechpartner für die Strafverfolger.

Hier also meine Fragen:
1.) Besteht die Möglichkeit ein Schreiben aufzusetzen (von allen Bewohnern unterzeichnet), dass, im Falle eines Uhrheberrechtsverstoßes, die zu erwartende Geldstrafe (bzw. Schuld) gleichmäßig unter allen aufteilt bzw. die Verantwortung für dieses Vergehen nicht nur dem Anschlußinhaber anlastet?
2.) Wenn ja, wie müsste solch ein Schreiben aussehen?

PS: Ich hatte auch schon überlegt eine einfache Versicherung jedes Mitbewohners einzuholen, den server nicht für illegale Downloads zu gebrauchen. Diese, sollte das Szenario eintreten, hilft mir jedoch nicht weiter, da sich die ermittlungen wieder nur auf den Anschlußinhaber konzentrieren würden...

Da ich den Arbeitsaufwand dieser Frage nicht genau einschätzen kann, bitte ich euch, bei einer von mir zu gering angesetzten Geldsumme um eine kurze Info.
04.01.2007 | 14:28

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Als Eigentümer des Servers haften Sie für die Inhalte, die sich darauf befinden.

2. Sie können mit Ihren Mitbewohnern einen Nutzungsvertrag aufsetzten, indem dann die Haftungsfrage im Innenverhältnis geklärt wird.

3. In dem Vertrag kann eine Klausel aufgenommen werden, dass die Mitbewohner Sie im Falle eines Rechtsverstoßes der Verursacher die Kosten für ein mögliches Rechtsverfahren bzw. Schadensersatzansprüche zu tragen hat. Sie können dann im Falle einer rechtmäßigen Abmahnung die Kosten von Ihrem Mitbewohner zurück verlangen. Sie wären aber nach wie vor der Anspruchsgegner, da Sie der Eigentümer des Servers sind und nach Ihrer Aussage die Prüfungsmöglichkeit haben. Wenn Sie für die Handlung Ihrer Mitbewohner nicht haften wollen, sollten Sie ihnen die Zugangsmöglichkeit entziehen.

4. Denkbar ist, dass Sie als ein Datenbankbetreiber angesehen werden, der sich gegebenenfalls von der Haftung freistellen kann. Hierzu bedarf es der Ermittlung des kompletten Sachverhalts, um sämtliche Möglichkeiten abzuwägen.

5. Die Erstellung eines derartigen Vertrages ist mit weiteren Kosten verbunden. Gerne erstelle ich Ihnen hierzu ein Angebot.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München

Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

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