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Fiktive Abrechnung mit Gutachten das das Fahrzeug fachgerecht repariert wurde .

| 17.06.2018 20:32 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Nach einem Kaskoschaden ,kein Totalschaden wurde das Fahrzeug fachgerecht vom meinem Neffen der eine Werkstatt besitzt und mir ausgebildeter KFZ Techniker fachgerecht repariert. Darüber wurde ein Gutachten vom gleichen Gutachter der den Schaden für die Versicherung aufgenommen hat angefertigt.
Auf das Schreiben einer Rechnung wurde , innerhalb der Familie verzichtet.
Die Versicherung hat nun einen Aufkäufer Angebot mit Restwert 7500 € der Schaden Netto ist 10.000 € der Gutachter kalkulierte den Fahrzeug Wert unbeschädigt auf 15.000 € . Die Versicherung will bei fiktiver Abrechnung nur 7500 € zahlen. Also den Schaden abzüglich des Ankaufspreises.
Ich möchten den Schaden komplett also 10.000 € ersetzt bekommen.

unten stehen die AGBs der Versicherung , gibt es Urteile zu dieser Sache , hat eine Klage Aussicht auf Erfolg, oder geht es hier streng nach den AGBs , keine Rechnung keine volle Entschädigung. Ist die Rechnung dann der einzige Beweis, das kann ich mir schwer vorstellen.

viele Grüße


A.2.7 Was zahlen wir bei Beschädigung?
Reparatur
A.2.7.1 Wird das Fahrzeug beschädigt, zahlen wir die für die Reparatur erforderlichen
Kosten bis zu folgenden Obergrenzen:
a Wird das Fahrzeug vollständig und fachgerecht repariert, zahlen wir die hierfür
erforderlichen Kosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswerts gemäß
A.2.6.15, wenn Sie uns dies durch eine Rechnung nachweisen. Fehlt dieser
Nachweis, zahlen wir entsprechend A.2.7.1.b.
b Wird das Fahrzeug nicht vollständig oder nicht fachgerecht repariert, zahlen wir
die erforderlichen Kosten einer vollständigen Reparatur bis zur Höhe des um
den Restwert verminderten Wiederbeschaffungswerts nach A.2.6.15.
Im Falle einer fiktiven Abrechnung wird von den Lohnkosten maximal der
18.06.2018 | 17:07

Antwort

von


(83)
Zweinaundorferstrasse 1
04318 Leipzig
Tel: 015731344210
Tel: 034197475372
Web: http://www.kanzlei-vicky-neubert.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Grundsatz ist: Sie haben, selbst wenn Sie den Schaden an Ihrem Fahrzeug nicht oder nur teilweise beheben lassen, oder die Reparatur selbst ausführen, einen Anspruch auf die Reparaturkosten welche der Sachverständige in seinem Gutachten ermittelt hat.
Dem Geschädigten steht es frei zu wählen, ob er den Fahrzeugschaden fiktiv oder konkret abrechnet. Dies gilt soager auch dann, wenn das Fahrzeug repariert wurde und eine Reparaturrechnung existiert (BGH, Urteil v. 20.06.89)

Gern gebe ich Ihnen hier ein BGH Urteil an die Hand: Urt. v. 11.11.2015, Az. IV ZR 426/14

Aus diesem geht ´hervor, dass es auf den Einzelfall ankommt, aber fiktive Kosten(die Kosten, welche das Gutachten ausweist) auch ohne tatsächliche Reparatur zu zahlen sind sofern diese erforderliche Kosten sind.

Das bedeutet, ja es geht nach den AGBs aber fiktive Kosten können, sofern sie notwendige Kosten sind allein anhand des Gutachtens abgerechnet werden.

Dieses Urteil besagt aber auch, dass im Kaskofall die allgemeinen Versicherungsbedingungen- wie hier auch von Ihnen angegeben- maßgeblich sind. Da die hier gegenständlichen den gebrauchsüblichen entsprechen, sind diese an sich nicht zu beanstanden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Vicky Neubert, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 18.06.2018 | 17:52

Hallo Frau Neubert,

es geht sich hier nicht um die Kosten einer Markengebundenen Werkstatt oder einer freien .Wie das in dem von Ihnen angeführten Urteil steht.
Es geht sich um den Satz in den AGBS meiner Versicherung insbesondere der Satz , Wenn Sie das durch eine Rechnung nachweisen.

Nochmal die AGBs

Wird das Fahrzeug vollständig und fachgerecht repariert, zahlen wir die hierfür erforderlichen Kosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswerts gemäß A.2.6.15, wenn Sie uns dies durch eine Rechnung nachweisen. Fehlt dieser Nachweis, zahlen wir entsprechend A.2.7.1.b. b Wird das Fahrzeug nicht vollständig oder nicht fachgerecht repariert, zahlen wir die erforderlichen Kosten einer vollständigen Reparatur bis zur Höhe des um den Restwert verminderten Wiederbeschaffungswerts nach A.2.6.15

Das Fahrzeug wurde fachgerecht repariert Nachweis über Sachverständigen Gutachten. Aber es gibt keine Rechnung , weil der KFZ Werkstattmeister und Besitzer mein Neffe ist . Kann die Versicherung sich immer auf den Nachweis einer Rechnung berufen, obwohl das Fahrzeug fachgerecht repariert wurde. Und somit nur den um den Restwert verminderten Wiederbeschaffungswert zahlen.
Mir scheint es als haben Sie meine Frage nicht verstanden.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.06.2018 | 19:34

Vielen Dank für die Richtigstellung. Da hatte ich Sie in der Tat falsch verstanden.

Es gibt Rechtsprechung zur Rechnung als Beweismittel.
Das Amtsgericht Marl hat mit Urteil vom 16. Oktober 2014 entschieden (3 C 117/14), dass es bei Versicherungsbedingungen einer Kraftfahrzeug-Kaskoversicherung, wonach ein Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe des Wiederbeschaffungswertes des Fahrzeugs nur besteht, wenn eine fachgerechte Reparatur durchgeführt und diese durch Vorlage einer Rechnung nachgewiesen wird, nicht ausreicht, dass dieser Nachweis in anderer Form erfolgt.

Meine Sicht ist eine andere.
Denn Sinn einer fiktiven Abrechnung ist gerade, dass per Gutachten und den dort ausgewiesenen Posten abgerechnet wird und eine Rechnungslegung eben gerade nicht erfolgt.

Sie sollten sich jedoch, sofern Sie nicht rechtsschutzversichert sind, an die bisher geltende REchtsprechung halten und diese besagt, es gelten ausschließlich die AGB und die Rechnungslegung ist damit zwingend.

Bewertung des Fragestellers 19.06.2018 | 09:45

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