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Fiktive Abrechnung als Unternehmen | Mögliche Nachteile

11.07.2019 09:24 |
Preis: 60,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Sehr geehrte Damen und Herren,

durch einen Mäheinsatz wurden insgesamt 5 Fahrzeuge meiner Firma beschädigt. Der Schaden ist mit ~15.000 EUR erheblich, weshalb wir einen Gutachter eingeschaltet haben. Die Gutachten liegen vor und die Versicherung möchte, dass wir die Fahrzeuge nun reparieren lassen, um dann anhand der Reparaturkosten abzurechnen.

Bei allen Fahrzeugen handelt es sich um Leasing-Fahrzeuge. Diesen würden wir am liebsten erst bei Leasing-Rückgabe instandsetzen lassen, nicht bereits jetzt, da möglicherweise an ansonsten reparierten Teilen weitere Schäden hinzu kommen.

Um dieses Ziel zu erreichen, suche ich nach der besten Option und bitte um Ihre Beratung.


Anwaltliche Vertretung
- Ist sichergestellt, dass ich auf jeden Fall die Kosten für einen eingeschalteten Anwalt erstattet bekomme? Wenn ja, wären Sie bereit, dieses Mandat zu übernehmen? Sitz des Geschädigten ist Düsseldorf.

Fiktive Abrechnung
- Ist es richtig, dass ich bei der fiktiven Abrechnung den Wert erhalte, den der Gutachter festgestellt hat? Erhalte ich auch Verbringungskosten und Kosten für einen Leihwagen erstattet - oder wird das Gutachten um diese Positionen gekürzt?
- Ich habe bereits herausgefunden, dass ich die Beträge ohne Umsatzsteuer erhalte. Für den Privatmann ist klar, dass diese Kürzung um 19% erheblich ist. Wie ist das aber, wenn der Geschädigte/Halter eine GmbH ist? Ich würde bei einer von mir beauftragten Reparatur ja eh die Umsatzsteuer als Vorsteuer ziehen. Aus meiner Sicht hätte die fiktive Abrechnung hier gar keinen Nachteil - oder übersehe ich etwas?

Tatsächliche Abrechnung
- Wie lange darf ich die tatsächliche Abrechnung verzögern? Sind hier Fristen zu beachten?

Besonderheit Leasing
- Führt das Vorliegen des Leasingsbestandes zu irgendwelchen Nachteilen? Muss ich trotz Reparatur mit einer Wertminderung rechnen?

Beste Grüße und Danke
Daniel

Einsatz editiert am 16.07.2019 19:45:19

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Keiner ist verpflichtet, seinen Schaden an Fahrzeugen selbst zu regulieren. Die Rechtsanwaltskosten sind Teil des Schadens und von der Haftpflichtversicherung des Schädigers zu ersetzen.

Sofern Sie also kein Verschulden an den Schäden trifft, werden die anfallenden Rechtsanwaltskosten von der gegnerischen Versicherung ersetzt.

Ich kann das Mandat übernehmen und benötige das Gutachten und Angaben zum Schadenstag und Schadenshergang.

Bei fiktiver Abrechnung erhalten Sie die kalkulierten Nettoreperaturkosten. Sie erhalten keine Verbringungskosten und auch keine Mietwagenkosten oder Nutzungsausfallentschädigung. Diese Kosten erhalten Sie nur, wenn sie anfallen.
Meistens holt die Versicherung ebenfalls ein Kurzgutachten ein bzw. lässt Ihr Gutachten überprüfen, wodurch ebenfalls Kürzungen eintreten können.

Da Sie vorsteuerabzugsberechtigt sind, ist es für Sie kein Nachteil, dass Sie nur die kalkulierten Nettoreparaturkosten erhalten. Anfallende Mehrwertsteuer können Sie sowieso als Vorsteuer geltend machen.

Sie können trotz zunächst vorgenommener fiktiver Abrechnung später konkrete Reparaturkosten abrechnen. Wenn allerdings weitere Schäden hinzukommen, erhalten Sie die Kosten für die Reparatur weiterer Schäden nicht ersetzt.

Eine Nachforderung der Reparaturkosten ist nicht mehr möglich, wenn der Anspruch verjährt wäre ( 3 Jahre).

Solange nicht in das Fahrzeuggefüge eingegriffen wurde, müssen Sie nicht mit einer Wertminderung rechnen.

Wenn Sie mich mit der Geltendmachung Ihres Schadens beauftragen wollen, benötige ich das Gutachten und eine Einverständniserklärung der Leasinggesellschaft, dass Sie den Schaden selbst geltend machen können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

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