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Feuchtigkeitsschaden zwischen zwei Dächern/Reihenhaus - haftet Nachbar mit


| 29.12.2015 11:15 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Ausgangslage:
Wir wohnen als Eigentümer in einem Reihenmittelhaus.
Unterhalb des Schrägdaches welches sich direkt am Haus des Nachbarn befindet gibt es einen Feuchtigkeitsschaden in der angrenzenden Wand.
Zwischen beiden Häusern befindet sich ein schmaler etwa 2 Meter breiter und zwischen beiden Häusern durchgängiger Flachdachabschnitt.
80% des durchgehenden Flachdaches liegen auf unserer, 20% auf der Seite des Nachbarn.
Laut Dachdecker muss das komplette Flachdachablauf und die gesamte PVC-Auflage erneuert werden, um weiteren Feuchtigkeitsschäden vorzubeugen.
Kosten zur Behebung des Schadens belaufen sich auf etwa 3.000 Euro.

Problemstellung:
Unser Nachbar (ebenfalls Eigentümer) stellt sich auf den Standpunkt, dass ihn das nichts angeht da er kein Feuchtigkeitsproblem bei sich hat und zudem das Flachdach im Wesentlichen
auf unserer Seite des Hauses verläuft und er somit nicht zuständig sei.

Mein Verständnis wäre, dass Probleme bei Dachkonstruktionen zwischen zwei Reihenhäusern Gemeinschaftsangelegenheit beider Parteien ist, zumal auch das Regenwasser
sich mittig ja von beiden Häusern auf dem Flachdach sammelt.

Wie ist hier die Gesetzeslage, bzw. gibt es hier Grundsatzurteile?

Danke.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:


Das Dach gehört zwingend zum gemeinschaftlichen Eigentum, so dass jeder Wohnungseigentümer den anderen Wohnungseigentümern gegenüber nach § 16 WEG verpflichtet ist, die Lasten des gemeinschaftlichen Eigentums sowie die Kosten der Instandhaltung, Instandsetzung, sonstigen Verwaltung und eines gemeinschaftlichen Gebrauchs des gemeinschaftlichen Eigentums nach dem Verhältnis seines Anteils zu tragen hat.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Nachfrage vom Fragesteller 29.12.2015 | 14:07

Vielen Dank für die schnelle und verständliche Antwort.

Kurze Nachfrage:
Wie sollte ich nun idealerweise vorgehen, um meine Ansprüche durchzusetzen?
Schriftsatz an den Nachbarn mit Fristsetzung zur Zustimmung einer Kostenteilung bei gleichzeitiger Androhung zum Einschalten eines Anwaltes und ggfs. Klage vor Gericht?
Oder sollte ich erst den Schaden auf eigene Kosten reparieren lassen und dann auf Kostenerstattung drängen?

Danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.12.2015 | 16:38

Sehr geehrter Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Das von Ihnen selbst eingangs beschriebene Szenario wäre die richtige Vorgehensweise.

Nach meiner Erfahrung macht das Begleiten einer strittigen Auseinandersetzung durch einen Kollegen am meisten Sinn.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

Bewertung des Fragestellers 29.12.2015 | 16:46


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