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Feuchtigkeit beim Nachbarn in den Garage

22.08.2013 15:52 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung:

Schäden am Sondereigentum (Garage) und damit Folgeschäden auch am Gemeinschaftseigentum

Wir besitzen eine Doppelhaushälfte, die zur Zeit vermietet ist. Das Grundstück ist ein Gemeinsschaftsgrundstück geteilt mit dem Nachbarn. Jeder von uns hat Sondernutzungsrecht an klar definierten Teilen des Grundstücks bzw Räume. Es hat sich in der Garage des Nachbarn eine feuchte/nasse stelle entwickelt. Diese Garage befindet sich teilweise unter unserem zugeteiltem Grundstücksteil.

Der Nachbar hat schon einige Abdichtungsarbeiten auf seiner Seite durchführen lassen, die nicht erfolgreich waren. Er hat jetzt ein Gutachten erstellen lassen, wo geschildert wird dass um zu garantieren, dass das Problem gelöst wird, soll unsere gesamte Terasse über der Garage abgedeckt werden und die Garage von Oben neu abgedichtet werden. Wir habe das Gefühl, der Nachbar möchte jetzt die gesamten Kosten dieser Maßnahme zu uns belasten.

Einige Fragen hierzu:
- da es sich hier um ein Gemeinschaftsgrundstück handelt, sollen alle Kosten der Arbeiten zwischen uns und unserem Nachbarn geteilt werden? Oder liegen die Kosten tatsächlich zu 100% bei uns?
- da es sich hier um eine feuchte Stelle in der GARAGE handelt und nich im Wohnraum, sollte auch die Maßnahme angemessen sein? Anstatt, dass man jetzt mehrere €10,000 ausgibt um das gesamte Garagendach abzudichten, reicht möglicherweise auch eine pragmatische Lösung von Innen die viel weniger Geld kostet? Wie ist hier die Rechtslage?
- welche Möglichkeiten hat unser Nachbar einige Arbeiten jetzt auf seinen Auftrag durchführen zu lassen uns uns dann nachher in Rechnung zu stellen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Aufgrund Ihrer Schilderung (Sondernutzung etc.) gehe ich davon aus, dass Sie mit dem Nachbarn eine Wohnungseigentümergemeinschaft bilden, da das Grundstück nicht real geteilt ist.
Sodann ist zu unterscheiden, ob die Garage hier im Gemeinschaftseigentum steht oder der Nachbar ein Sondernutzungsrecht hat, wovon ich ausgehe. Näheres ergibt sich aus der Teilungserklärung.
Sollte die Garage sich im Gemeinschaftseigentum befinden, ist die Sanierung bzw. Instandsetzung auch der Sache der WEG und die Kosten sind zu teilen entsprechend des jeweiligen Anteils an dem Gemeinschaftseigentum, es sei denn die Teilungserklärung sieht etwas anderes vor. Hier liegt es jedoch nahe, dass eventuell durch Schäden an der Terrasse (Gemeinschaftseigentum) Schäden an der Garage (Sondereigentum des Nachbarn) entstanden sind. In dem Fall können Wohnungseigentümer Schadensersatzansprüche gegenüber der Gemeinschaft also gegenüber Ihnen nur dann geltend machen, wenn ihr ein Verschulden zuzurechnen ist. Beim erstmaligen Auftreten und Bekanntwerden des Schadens ist das grundsätzlich nicht der Fall, so dass Sie auch keine Kosten zu tragen haben. Hier ist in diesem Zusammenhang wichtig zu eruieren, woher die Feuchtigkeit (Schadensursache) herrührt und welche Maßnahmen zur Beseitigung erforderlich ggfs. ist ein selbstständiges Beweissicherungsverfahren einzuleiten. Erst dann kann entschieden werden, welche Maßnahme zur Beseitigung erfolgversprechend und überhaupt erforderlich ist.
Ihr Nachbar kann nicht einfach auch Forderungen Ihnen gegenüberanstellen, ohne Rechtsgrundlage und von Ihnen sodann einen Betrag x fordern. Solange Sie nichts beauftragen, müssen Sie auch nichts zahlen, es sei denn Sie sind hierzu rechtlich verpflichtet.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 22.08.2013 | 16:53

Sie sollten hier unbedingt sofort einen Anwalt vor Ort aufsuchen, der sich das Gutachten ansehen kann und prüfen sollte, welche weiteren Maßnahmen erforderlich sind.

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