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Feuchte Wände Wasserschaden


05.11.2006 18:44 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Werte Anwälte
wir Bewohnen zu 5.(2 Erwachsene, 3Kinder, 5jahre,2Jahre und 4Monate)eine Erdgeschoß Wohnung (4 zimmer 96qm)seit ca 9 Monaten machen wir unseren Vermieter auf Feuchte Wände und Schimmelbildung aufmerksamm.Er wies natürlich uns die Schuld zu(Lüften).Auf unser drängen und mit Rücksprache eines Sachverständigen wurde die Wohnung auf einen Wasserschaden geprüft,es wurden hohe Feuchtigkeitswerte in fast allen Innenwänden festgestellt die Ursache wahren marode Abflüsse im Badezimmer (Versicherungsschaden).
Es wurden in fast der Gesamten Wohnung(außer Schlafzimmer) die Tapeten auf ca 30-40 cm entfernt und insgesamt 3 Bautrockner aufgestellt und ein Bauventielator. Ein Bautrockner im Kinderzimmer(5 und 2Jahre)dort wurden auch die Schränke ca 70 cm vonder Wand abgerückt,ein Bautrockner im Babyzimmer dort wurde ebenfals der Schrank abgerückt und ein ca 20x30 cm großes Loch in die Wand geschlagen(Schilfputz) der dritte Bautrockner wechselt zwichen Flur und Küche.Die Geräte stehen seit ca 2 Wochen die Kinder müssen unter stendiger aufsicht stehen(offene Steckdosen neben dem Wasserauffangbehälter)und können nicht in irem Zimmer Spielen.
Meine Frage:
Sind wir auf grund des Zustandes der Wohnung und der Lärmbelästigung der Baugeräte zu einer Mietminderung berechtigt und welche Minderung währe angemessen.
Wir danken im Vorraus für Ihr Bemühen
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre online-Anfrage, zu der ich unter Zugrundelegung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt Stellung nehmen möchte:

Aufgrund der vorhandenen Mängel, die in den Verantwortungsbereich Ihres Vermieters fallen, wird der vertragsgemäße Gebrauch der Mietsache erheblich eingeschränkt, so dass Sie berechtigt sind, die Miete für die Dauer der Beeinträchtigungen gem. § 536 Abs. 1 BGB zu mindern.

Hinsichtlich der Mietminderungshöhe wird allein die Feuchtigkeit mit der Schimmelbildung an nahezu sämtlichen Wänden der Wohnung einen Prozentsatz von 20 % der Bruttomiete rechtfertigen (vgl. AG Berlin Köpenick, Az 17 C 475/00,MM5/02, S. 37). Bezüglich der Lärmbelästigung durch den Einsatz der Trocknungsgeräte wird je nach Intensität eine Minderung in Höhe von 15 bis 20 % der Bruttomiete in Ansatz gebracht werden können. Wenn weiterhin die übrigen Mängel, wie das Abrücken der Einrichtungsgegenstände, die offenen Steckdosen und die eingeschränkte Nutzbarkeit der Wohnung aufgrund des Einsatzes der Trocknungsgeräte mit 10 bis 15 % bewertet werden, ergibt sich eine Minderung der Bruttomiete in Höhe von insgesamt rund 50 %. In diesem Zusammenhang weise ich darauf hin, dass Sie aus Beweiszwecken rein vorsorglich die Einsatzzeiten der Geräte in einem Protkoll festhalten sollten. Weiterhin hat Ihr Vermieter den Energieverbrauch der Geräte zu tragen, weshalb sich eine Ablesung der Verbrauchserfassungsgeräte empfliehlt, um später die Mehrkosten konkret berechnen zu können.

Sie sollten daher die Miete in einem Schreiben rein vorsorglich ab sofort unter Vorbehalt stellen und ankündigen, die Bruttomiete bis zur vollständigen Beseitigung der Mängel um den genannten Prozentsatz zu mindern.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
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