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Feststellung des ehelichen Zugewinns– welcher Zeitpunkt gilt.


12.11.2004 21:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Feststellung des ehelichen Zugewinns– welcher Zeitpunkt gilt.

Ich habe mit meiner Frau in einem Ehevertrag eine eingeschränkte Zugewinngemeinschaft vereinbar.
Lt. Ehevertrag:
.. jeder Ehegatte verwaltet sein Vermögen selbständig, d.h. er ist in der Verwaltung nicht an die Maßgabe §§ 1365 – 1369 BGB gebunden.
Ich besitze derzeit eine GmbH in welcher ich alleiniger Geschäftsführer bin. In dieser Gmbh steckt mein gesamtes Vermögen von derzeit ca. 80.000 EUR. Ich beabsichtige jedoch nächstes Jahr meiner Mutter einen hohen Betrag zu überweisen, da sie verschiedentliche Hausreparaturen durchführen muss und ihre Rente ohnehin nicht ausreicht. Es ist gleichsam das Zurückbezahlen meiner Studiengebühren.
Frage: was heißt eigentlich dieses
"Ehegatte verwaltet sein Vermögen selbständig, d.h. er ist in der Verwaltung nicht an die Maßgabe §§ 1365 – 1369 BGB gebunden"
Und falls es zu einer Trennung kommen sollte, welche Zeitpunkt gilt dann: dem Moment in welchem ich ein Schreiben von ihrem Anwalt entgegennehmen, der Zeitpunkt, an welchem wir bezeugen, dass wir „Bett und Tisch nicht mehr teilen“ oder Zeitpunkt der Scheidung.
D.H. würde sie wenn morgen der Brief kommt, bei einer Scheidung 40.000 EUR erhalten (Stand heute) oder wenn ich ich meiner Mutter nächstes Jahr 20.000 überweise (ich deshalb 35000 aus der Gmbh ziehen muss)
80000-35000 = 45000 / 2 = 22500

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Sehr geehrter Fragender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.

Für die Berechnung des Zugewinnausgleiches ist der Zeitraum der Ehe maßgeblich. Die Ehe beginnt mit der Eheschließung und endet mit dem Tag der Einreichung der Scheidung bei Gericht.

Für die Berechnung Ihres Vermögens ist die Bewertung Ihres Anteils an der GmbH maßgeblich. Die Einzahlungen und Auszahlungen sind dabei nur Verrechnungsposten. Näheres zur Bewertung der GmbH erklärt Ihnen z.B. Ihr Steuerberater.

Die Bewertung von Unternehmen oder Gesellschaftsanteilen erachte ich als eine der anspruchsvollsten Aufgaben im Rahmen einer Scheidung.

Sofern die Schenkung an Ihre Mutter bzw. die etwaige Rückzahlung der Studiengebühren nicht gegen Ihren Ehevertrag verstößt - was nicht beurteilt werden kann, solange man den Vertrag nicht gelesen hat - führt die entsprechende Privatentnahme dazu, dass der Wert der GmbH sich vermindert.

Im übrigen müssen Sie nicht die Hälfte Ihres (wie auch immer berechneten) Vermögens an Ihre Frau übertragen, sondern nur dasjenige, was Sie mehr als Ihre Frau in der Ehezeit erworben haben.

Beispiel:
Ehemann
Anfangsvermögen: 10.000

Endvermögen: 80.000

Zugewinn: 70.000

Ehefrau
Anfangsvermögen: 0,0

Endvermögen: 15.000

Zugewinn: 15.000

Ehemann hat 70.000 - 15000 = 55.000 mehr Zugewinn als die Ehefrau. Hiervon ist die Hälfte auszugleichen, mithin 27500.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -
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