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Festanstellung eines Mitarbeiters in der Wohlbehaltensphase

09.08.2018 08:20 |
Preis: 53,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Selbständige Tätigkeit in der Wohlverhaltensphase, Mitarbeiter einstellen

Guten Tag,
ich bin selbstständig tätig und befinde mich seit 2015 in der Wohlverhaltensperiode. Rechtzeitig zahle ich an den eingesetzten Insolvenzverwalter meine Abzahlung nach dem fiktiven Einkommen in einem Festanstellungsverhältnis ab. Außer, dass der Verwalter einmal im Jahr mir ein Fax schickt , auf dem ich etwaige Änderungen benennen soll, lässt mich dieser "in Ruhe".

Ebenso komme ich meinen steurlichen Pflichten ordnungsgemäß nach.

Jetzt läuft meine selbständige Tätigkeit wider Erwarten so immens erfolgreich, dass ich mir mühelos einen festangestellten Mitarbeiter leisten kann, der mich brutto ca. 2700,00 EUR kosten kann.

Nun meine Frage: Muss ich die Anstellung von festangestellten Mitarbeitern in meiner Phase dem Insolvenzverwalter mitteilen? Kann dieser als Nachweis dann die BWA´s der letzten Jahre verlangen? (Ich verdiene deutlich mehr als der geschätzte Betrag in Festanstellung). Kann die Einsicht in mein reelles Einkommen negative Auswirkungen auf den angesetzten jährlichen Betrag haben, den ich dem Insolvenzverwalter zahlen muss?

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe und freundliche Grüße
09.08.2018 | 10:52

Antwort

von


(1187)
Goethestraße 21
60313 Frankfurt am Main
Tel: 069/209737530
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Muss ich die Anstellung von festangestellten Mitarbeitern in meiner Phase dem Insolvenzverwalter mitteilen?

Eine unaufgeforderte Mitteilungspflicht besteht nicht. Allerdings müssen Sie auf Verlangen des Treuhänders nach § 295 Abs. 1 Nr. 3 InsO dem Treuhänder entsprechende Auskunft geben. Insoweit erden Sie im Jahresturnus auf Faxanfrage des Verwalters entsprechende Auskunft erteilen müssen.

Gerade vor dem Hintergrund des Insolvenzverfahrens und der Wohlverhaltensphase ist die Erfüllung der Abgabepflichten für die Steuer- und Sozialbeiträge wichtig, da die Behörden in der Regel schnell reagieren, wenn Verpflichtungen nicht fristgerecht erfüllt werden.

2. Kann dieser als Nachweis dann die BWA´s der letzten Jahre verlangen? (Ich verdiene deutlich mehr als der geschätzte Betrag in Festanstellung).
Auch hier greift § 295 Abs. 1 Nr. InsO. Entsprechende Angaben sind nur auf Verlangen mitzuteilen.

3. Kann die Einsicht in mein reelles Einkommen negative Auswirkungen auf den angesetzten jährlichen Betrag haben, den ich dem Insolvenzverwalter zahlen muss?

Nein, Grundlage des abzuführenden Betrages ist ein fiktives Einkommen in Ihrem erlernten Beruf. Sie müssen danach die Insolvenzgläubiger finanziell so stellen, wie diese stehen würden, wenn Sie in einem Angestelltenverhältnis in Ihrem erlernten Beruf stehen würden, § 295 Abs. 1 InsO.

Das Risiko und auch die Chancen einer selbständigen Tätigkeit bleibt bei dem abzuführenden Betrag außen vor.

Insoweit tragen Sie das Risiko, dass Sie bei einem Verdienst unterhalb des fiktiven Einkommens trotzdem den festgesetzten Betrag abführen muss. Umgekehrt haben Sie bei einer positiven Entwicklung der selbständigen Tätigkeit den Mehrverdienst nicht anteilig abzuführen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


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