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Ferrari-Fahrt

| 07.11.2008 11:29 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Im Juni 2005 habe ich bei einer hiesigen Fahrschule 2 Gutscheine zu je 100 € für 2 Fahrten im Ferrari als Schulabschlussgeschenk für meine Kinder erworben.

Wenn ich die Fahrschule anrief, um einen Termin zu vereinbaren, hieß es immer: "Das Wetter ist noch zu schlecht - wir melden uns" oder "Für dieses Jahr sind die Fahrten nun schon gewesen"

Im April 2007 rief ich erneut an - da hieß es, wir müssten noch warten - im Juli lautete die Antwort: "Das Angebot gibt es nicht mehr - sie können ihr Geld zurück erhalten".

Ich erwiderte, dass ich nicht das Geld, sondern für meine Söhne die vereinbarten Ferrari-Fahrten in Anspruch nehmen möchte - seither habe ich nichts mehr gehört.

Meine Frage: kann ich diese Fahrten einklagen und auf Erfüllung des Vertrages bestehen - oder habe ich keine Chance und sollte das Geld nehmen???

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Grundsätzlich haben Sie einen Anspruch auf die in dem Gutschein genannte Leistung. Ob es "das Angebot nicht mehr gibt" ist hier unerheblich. Sie haben einen Anspruch auf die in dem Gutschein genannte Leistung.
Sofern der Gutschein nicht anderweitig befristet ist, unterliegt der Anspruch der regelmäßigen Verjährungsfrist von 3 Jahren, § 195 BGB: Regelmäßige Verjährungsfrist . Die Verjährung tritt somit - gerechnet ab 2005 - mit Ablauf des 31.12.2008 ein. Nach Ablauf des 31.12.2008 ist der Anspruch nicht mehr durchsetzbar.

Aus wirtschaftlicher Sicht müssen Sie entscheiden, ob vorliegend der Aufwand lohnt oder ob Sie - evtl. zzgl. Zinsen - den Geldbetrag wieder nehmen und anderweitig eine derartige Fahrt erwerben.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 07.11.2008 | 11:56

Sehr geehrter Herr Günthner,

Sie haben mir mit der Antwort sehr geholfen - da jetzt schon November ist - reicht es, wenn ich in diesem Jahr noch auf Vertragserfüllung klage und der Prozess erst im nächsten Jahr stattfindet oder habe ich rein zeitlich keine Chance mehr?

Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich sehr herzlich

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.11.2008 | 12:06

Sehr geehrte Fragestellerin,

gemäß § 204 BGB: Hemmung der Verjährung durch Rechtsverfolgung wird die Verjährung durch die Erhebung der Klage gehemmt.
Für Sie ist entscheidend, dass die Klage rechtzeitig beim zuständigen Gericht eingereicht wird. Selbst wenn die Klage erst im nächsten Jahr der Gegenseite zugestellt wird, wird die Verjährung gehemmt, § 167 ZPO: Rückwirkung der Zustellung .

Das der Prozess erst im Jahr 2009 stattfinden wird, ist somit kein Problem.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.11.2008 | 12:11

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