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Fernbleiben von Arbeit


16.03.2007 13:33 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt

folgendes Problem: Ich bin in der Firma der Eltern meines Freundes angestellt. Der Vater kann mich nicht ausstehen und versucht schon seit Monaten mich raus zu ekeln und zu mobben. Nach einem Streit letztes Wochenende nahm er mir sofort das Betriebsauto weg und beschimpfte mich arg. Er drohte, dass es Montag früh auf Arbeit weitergehen würde. Nun bin aus Angst vor weiteren Konflikten und dem Autoproblem nicht auf Arbeit erschienen. Gestern kam die Abmahnung. Ich sagte der (Schwiegermutter), dass ich kommenden Montag wieder kommen würde. Wie kann ich mich am besten verhalten? Das Mobbing wird ja dann weitergehen, arbeitsmäßig können sie mir nichts anlasten. Es ist eine sehr starke Belastung für mich, dass sie hoffen, ich gehe von allein. Aber so einfach mmöchte ich es ihm auch nicht machen.

Vielen Dank für schnelle Anwort

Mit freundlichen Grüßen
16.03.2007 | 14:08

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Bei "Mobbing" kommen in der Regel mehrere Vorgehensweisen in Betracht:

( 1 ) Beschwerde beim Betriebsrat
( 2 ) Kündigung des Arbeitnehmers
( 3 ) Führen eines Mobbingtagebuches
( 4 ) Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen

( 1 ) Ich vermute, dass im Betrieb der Eltern Ihres Freundes kein Betriebsrat existiert.

( 2 ) Ich vermute, dass das Verhältnis zur Familie Ihres Freundes nicht so gestört ist, dass Sie den Arbeitsvertrag kündigen wollen.

Generell gilt ohnehin, dass ein Arbeitnehmer, der selbst kündigt, also nicht vom Arbeitgeber gekündigt wird, mit der Verhängung einer Sperrzeit hinsichtlich dem Bezug von ALG I zu rechnen hat.

Eine Ausnahme besteht zwar, wenn ein wichtiger Grund zur Kündigung greift.

Dieser kann auch "Mobbing" des Arbeitgebers sein.

Allerdings müssten Sie gegenüber der Agentur für Arbeit darlegen und unter Umständen auch beweisen, dass Sie gemobt wurden.

( 3 ) In der Regel empfiehlt es sich ein Mobbingtagebuch zu führen, um im gerichtlichen Streitfall zumindest die einzelnen Verstöße des Arbeitgebers bzw. der Kollegen schriftlich festgehalten zu haben.

Es empfiehlt sich hierin, den jeweilige Verstoss möglichst genau ( Zeitpunkt / Zeugen etc. ) zu benennen.

Da Sie im Betrieb des Freundes arbeiten vermute ich jedoch, dass auch Sie zumindest derzeit keinen Wert auf eine arbeitsgerichtliche Auseinandersetzung legen.

Daher möchte ich Ihnen raten, dass Sie das Gespräch mit dem Freund und vor allem mit den Eltern als Arbeitgeber suchen.

Sie sollten in dem Gespräch(en) keinenfalls offenherzig bekennen, dass Sie ohne gesundheitliche Gründe nicht zur Arbeit erschienen sind.

Dieses Verhalten war nämlich eine schwere Verfehlung Ihrer arbeitsrechtlichen Verpflichtungen, die zur Kündigung durch den Arbeitgeber führen kann.

Sie sollten daher vor allem versuchen ein konstruktives Gespräch zu führen. Sprechen Sie an, dass Sie als Arbeitnehmerin auf das Betriebsauto angewiesen sind, um den Aufgaben aus dem Arbeitsverhältnis nachkommen zu können.

Idealerweise sollten Fragen, die sich auf das Fahrzeug beziehen, soweit wie hierzu eine Übereinstimmung zwischen Arbeitgeber und Ihnen überhaupt erzielt werden kann, im Arbeitsvertrag (neu) festgehalten werden.

( 4 ) Eine Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen erachte ich entsprechend Ihrer Darstellung für unwahrscheinlich.

Ich hoffe Ihnen eine hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben, weise auf die kostenfreie Nachfragefunktion hin und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Jur. M. Kohberger
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Michael Kohberger

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