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Ferienwohnung wegen Zahlunsgverzug anderweitig vermieten


11.12.2012 18:29 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich vermiete Ferienwohnungen im Auftrag der Eigentümer d.h. auf Provisionsbasis.
Ich habe nun einen Gast über Silvester für drei Tage und der Gast hätte bis 30.11. den Betrag überweisen müssen. Bisher ist nun kein Geld eingegangen. Ich habe ihn bereits über E-Mail kontaktiert, aber ich höre nichts. Der Gast war in diesem Jahr bereits schon einmal Gast bei mir. Kann ich die Wohnung sonst anderweitig vermieten. Im Mietvertrag steht dazu nichts weiter drin. Ich lasse den Vertrag in der Regel nicht unterschrieben zurücksenden, da gerade im Tourismusbereich auch der mündliche Vertrag Gültigkeit hat. Wie soll ich am Besten verfahren? Da ich selber erst seit 2 1/2 Jahren vermiete ist bisher so ein Fall noch nicht vorgefallen. Man lernt ja immer dazu.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Durch die nicht geleistete Vorauszahlung ist der Gast in Verzug geraten.

Wenn Sie nicht weiter an den Gast vermieten möchten und Ihm erfolglos eine weitere Frist zur Zahlung gesetzt haben, können Sie aufgrund des Verzuges den Rücktritt vom Vertrag erklären; vgl. § 323 BGB. Dies sollte zu Beweiszwecken schriftlich geschehen und dem Gast nachweisbar zugehen. Nach dem Rücktritt können Sie sich um eine anderweitige Vermietung bemühen.

Schwierigkeiten können allerdings dann entstehen, wenn der Gast die Verpflichtung zur Vorauszahlung vor der Anreise bestreitet. Die Fälligkeit der Gegenleistung ist von Ihnen zu belegen. Gelingt dies nicht, geht der Rücktritt ins Leere und der Gast kann ggf. sogar Schadensersatzansprüche haben, falls er vergebens anreist.

Für die Zukunft empfehle ich Ihnen schriftliche Verträge zu machen, um die Absprachen im Einzelnen belegen zu können. Hier im konkreten Fall sollten Sie versuchen, mit dem Gast Einvernehmen über die Vorauszahlungen zu erzielen, sofern die Vorauszahlungsverpflichtung nicht sicher nachweisbar ist.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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