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Ferienplanung

17.12.2014 17:00 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


ich bin seit 3,5 Jahren geschieden, die Kinder (13 und 10 Jahre) leben bei mir. Sie sehen ihren Vater jenach seinem Dienstplan alle 2 Wochen über das Wochenende. Dabei gehe ich immer sehr auf seine unregelmässigenPläne ein. In den Ferien sind die Kinder meist hälftig bei dem Kindsvater.

Für den kommenden Sommer hat er mich gebeten, die Kinder in den ersten 3 Wochen ihm zu überlassen. Dem habe ich zugestimmt und so auch meine Urlaubspläne gelegt - also so, dass die Kinder in den letzten 3 Sommerferienwochen bei mir und meinem Lebensgefährten, mit dem wir zusammenwohnen, sind.

Nun hat aber der Kindsvater den Urlaub nicht wie gewünscht genehmigt bekommen sondern hat die letzten 3 Wochen zugeteilt. Jetzt droht er mit Anwälten, damit ich meine Pläne ändere und die Kinder in den letzten 3 Wochen zu ihm lasse. Ich bin Lehrerin und habe daher auch wie die Kinder 6 Wochen Ferien. Mein Lebensgefährte hat den Urlaub allerdings so bei seinem Arbeitgeber eingereicht, dass er und ich in den ersten 10 Tagen, in denen Kinder bei ihrem Vater sind allein etwas unternehmen können und für die letzten 3 Wochen, in denen die Kinder eigentlich bei uns sein sollten. Muss ich unsere Pläne einfach so ändern (was gar nicht mehr machbar ist).

Danke und beste Grüße



Einsatz editiert am 17.12.2014 17:05:33

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Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Wenn Sie es auf ein gerichtliches Verfahren wegen der Ferienzeit ankommen lassen, wird der Richter unter dem Aspekt des Kindeswohls die allseitigen Interessen gegeneinander abwägen.

Ich kann nachvollziehen, dass Sie über die Änderung der Pläne verärgert sind. Ein Richter wird allerdings vermutlich auch berücksichtigen, dass der Vater nicht mutwillig handelt, sondern auf das Einverständnis seines Arbeitgebers bei der Urlaubsplanung angewiesen ist.

Wenn Sie auf Ihrer bisherigen Planung bestehen, bedeutet dies, dass die Kinder den Vater in den Sommerferien nicht sehen können. Da die Kinder die meiste Zeit des Jahres mit Ihnen verbringen, ist ein Verzicht auf die Ferien mit dem Vater nicht unbedingt im wohlverstandenen Interesse der Kinder.

Hinzu kommt, dass Sie angeben, Lehrerin zu sein und folglich während der gesamten Ferien nicht beruflich unterwegs sind. Sie können - bezogen auf Ihre Erwerbstätigkeit - also die gesamten Ferien für sich verplanen, anders als der Kindesvater.

Dass Ihr Lebensgefährte Urlaub genommen hat, um mit Ihnen allein zu verreisen, dürfte hier nicht die ausschlaggebende Rolle spielen. Insbesondere, wenn Sie noch keinen Urlaub gebucht haben, also keine Stornokosten anfallen, müssen Sie damit rechnen, dass allein Ihr Wunsch, ein paar Tage allein mit Ihrem Lebensgefährten zu verbringen, nicht ausreicht, um die gemeinsamen Ferien von Kindern und Vater zu verhindern.

Letztendlich besteht aus meiner Sicht ein hohes Risiko, dass ein Richter dem Antrag des Vaters, den Umgang während seines Jahresurlaubs ausüben zu können, stattgeben wird. Der Vater ist bei der Urlaubsplanung auf den Arbeitgeber angewiesen, Sie müssen während der kompletten Ferien nicht arbeiten. Und dass ein gemeinsamer Urlaub während der ersten Ferienhälfte mit Ihrem Lebensgefährten und den Kindern komplett unzumutbar ist, lässt sich kaum plausibel darstellen.


Ich bedauere, Ihnen keine für Sie angenehmere Auskunft geben zu können, hoffe aber, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Ich bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen und verbleibe



mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


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