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Ferien als Lehrerin mit Kind


| 06.11.2007 17:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Meine Tochter hat mit dem getrennt lebenden Vater ihres Kindes gemeinsames Sorgerecht vereinbart. Nun möchte sie als Lehrerin in den Sommerferien mit Kind 2 Wochen verreisen. Der fast arbeitsklose Vater (2 Tage pro Woche) will die Reise verhindern, indem er selbst zur gleichen Zeit mit dem 4-jährigen Kind verreisen will, obwohl er zu jeder anderen Zeit könnte, im Unterschied zur Lehrerin, die nur während Schulferien kann. Kann gegen die Blockade juristisch vorgegangen werden?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Wenn ich Ihre Schilderung richtig deute, lebt das Kind grundsätzlich bei Ihrer Tochter und der Vater hat Umgang mit dem Kind. Bei noch nicht schulpflichtigen Kindern sind die Gerichte prinzipiell zögerlich, wenn es um die "Genehmigung" von Urlaubsreisen geht, die ein Elternteil mit dem nicht bei ihm lebenden Kind unternehmen will, da es dem Kindeswohl in der Regel nicht entspricht, wenn ein Kind in diesem Alter ohne die Hauptbezugsperson verreisen soll. Sollte sich also keine gütliche außergerichtliche Einigung mit dem Kindesvater finden lassen, hätte Ihre Tochter vor diesem Hintergrund gute Chancen, durch Stellung eines entsprechenden gerichtlichen Antrags die vom Kindesvater geplante Urlaubsreise vollständig zu unterbinden. Jedenfalls aber würde das Gericht eine Regelung treffen, die den Interessen aller Beteiligten und insbesondere dem Kindeswohl dienlich wäre, und eine solche Lösung sähe sicherlich so aus, dass Ihrer Tochter eine Urlaubsreise in den Sommerferien mit ihrem Kind ermöglicht würde.

Ihre Tochter hätte also eine juristische Handhabe in dieser Angelegenheit. Sie soll am besten, um auch für die Folgejahre diese Problematik möglichst aus dem Weg zu räumen, bei einem familienrechtlich spezialisierten Anwalt vorsprechen und gemeinsam mit diesem versuchen, eine gütliche Regelung mit dem Kindesvater zu finden, und, wenn dieser Versuch scheitern sollte, gerichtliche Schritte einleiten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 07.11.2007 | 10:00

Danke für die erste Stellungnahme. Das Kind lebt je zu 50% bei Vater oder Mutter (Jugendamt regelte so). Beide betrachten sich als gleichberechtigte Bezugsperson, wobei der Vater nur 2 Tage pro Woche arbeitet, die Mutter voll als Lehrerin. Frage also: Hat nicht die Lehrerin Vorrang mit Ferienwahl, und ist dies juristisch gegen einen Arbeitsverweigerer so durchzusetzen? Er könnte ja Ferien nach Belieben und auch in der warmen Zeit machen. Exakt die Zeit meiner Tochter zu wählen, ist doch Schikane.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.11.2007 | 19:15

Sehr geehrter Fragesteller,

der Begriff "Vorrang" ist vielleicht nicht ganz glücklich, aber klar ist, dass Ihre Tochter ebenso wie der Kindesvater die Möglichkeit haben muss, mit dem Kind in Urlaub zu fahren, gerade wenn beide Elternteile gleichberechtigte Bezugspersonen sein sollen. Da Ihre Tochter bei ihrer Urlaubsplanung längst nicht so flexibel ist wie der Kindsvater, wird sich der Kindsvater bei seiner eigenen Urlaubsplanung nach Ihrer Tochter richten und deren Urlaubssituation berücksichtigen müssen. Es geht nicht, dass er die Urlaubsplanung Ihrer Tochter sabotiert. Ihre Tochter kann, wenn er auf seinem Standpunkt beharrt, dies notfalls gerichtlich durchsetzen. Eventuell kann aber das Jugendamt vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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