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Fensteraustausch

25.02.2020 23:24 |
Preis: 90,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

ich habe eine Eigentumswohnung in einem denkmalgeschützten Mehrfamilienhaus erworben. Ich plane eine Generalsanierung, die auch den Austausch der mindestens 43 Jahre alten, nicht denkmalgerechten und teilweise defekten Fenster beinhaltet. Für den Fensteraustausch in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde habe ich die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft erhalten.

Da ich den Zeitpunkt der Generalsanierung selbst bestimme, werde diese Kosten allein tragen, obwohl es sich bei den Fenstern um Gemeinschaftseigentum handelt.

Für zukünftige Fenstersanierungen durch andere Eigentümer möchte ich mich im Gegenzug per Beschluss von meiner Kostentragungspflicht befreien lassen und stoße aktuell auf Widerstand, da der Antrag zu allgemein gefasst sei.

Wie muss der Antrag formuliert werden, um meine Verpflichtung zur Kostenübernahme von Instandhaltung und Instandsetzung am Gemeinschaftseigentum von der Kostentragungspflicht für zukünftige Fenstersanierungen durch andere Eigentümer abzugrenzen? Wie kann der Umfang definiert werden und für welchen Zeitraum darf eine solche Vereinbarung getroffen werden?

Gibt es andere faire und rechtssichere Lösungen für einen solchen Fall?

Besten Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Einsatz editiert am 26.02.2020 07:35:41

Einsatz editiert am 27.02.2020 08:49:44

Einsatz editiert am 28.02.2020 09:26:11
28.02.2020 | 16:59

Antwort

von


(2166)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
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Die Eigentümergemeinschaft beschließt, dass die Kosten für die einmalige Instandsetzung /Instandhaltung der Fenster, die an das Sondereigentum der übrigen Miteigentümer anschließen und faktisch deren Sondereigentum gehören und nicht zu den Gemeinschaftsflächen, nicht der Miteigentümerin XY angelastet werden; diese Kosten tragen die übigen Miteigentümer allein.

Begründung:

Frau XY hat Fenster, die faktisch Ihrem Sondereigentum zuzuordnen sind, nach Absprache der Gemeinschaft ausgesechelt. Frau XY hat die Kosten alleine getragen; die Gemeinschaft wird nicht belastet. Im Gegenzug wird Frau XY dafür von den Kosten freigestellt, die dem Sondereigentum anerer Miteigentumen faktisch zuzuordnen sind.
Diese Befreiung gilt wechselseitig für den einmaligen Austausch.

Sollten später erneut Austausche wiederholt anfallen, greift wieder die Kostentragungspflicht der Gemeinschaft.
Diese Kostentragungspflicht gilt auch jetzt bereits für Fenster/Türen, die nicht einem Sondereigentum faktisch zugeordnet werden können, wie z.B. Haustür, Flurfenster, Dachluken über Geeinschaftsräumen etc..
Die Kosten dafür trägt die Gemeinschaft.

Sehr geehrter Ratsuchende,

so kann man den Beschluss fassen.

Er ist dann nicht zeitlich begrenzt, sondern eben auf die Anzahl der Arbeiten.

Nur die ersten Arbeiten sind also abgedeckt.

Müssen in Jahrzehnten die Fenster erneut gewechselt werden, trägt die Gemeinschaft die Kosten.

Die Gemeinschaft trägt auch die Kosten der Fenster/türen der Gemeinschaftsräume.

Das ist interessengerecht.

Wenn man es noch genauer haben will, kann auch ein Lageplan mit den zu markierenden Fenster dem Beschluss beigefügt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Ihre Unterschrift"



Wichtig ist, dass "Die Eigentümergemeinschaft beschließt, dass..." vorangestellt wird, damit nicht endlos die Entscheidung herausgezögert wird.


Nachfrage vom Fragesteller 28.02.2020 | 22:42

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Die Eigentümergemeinschaft nimmt mein Angebot, die Kosten für den Austausch der Fenster meiner Wohnung allein zu tragen, zwar an, möchte mich aber im Gegenzug nicht einmalig von der Kostentragungspflicht für zukünftige Fensteraustausche der anderen Eigentumswohnungen befreien.

Habe ich einen Anspruch auf einen wie von Ihnen vorgeschlagenen oder ähnlichen interessengerechten Beschluss?

Besten Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.02.2020 | 22:51

Sehr geehrte Ratsuchende,

nein, einen solchen gesetzliche Anspruch, den Sie gegen den Willen der anderen Miteigentümer durchsetzen können, haben Sie nicht.

Es ist also immer eine Frage der Verhandlungsbereitschaft.

Sie können beantragen, den oben aufgeführten Beschluss zu fassen.

Wird das abgelehnt, müssen Sie die gerichtliche Entscheidung herbeiführen.

Das Gericht muss dann abwägen.

Aber ob das Gericht dan in Ihrem Sinne entscheiden wird, ist fraglich.

Oder Sie überlegen, Ihr Angebot nicht aufrecht zu halten und lassen "Ihre" Fenster auch auf Kosten der Gemeinschaft wechseln.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

ANTWORT VON

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