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Felge und Reifen bei probefahrt beschädigt.

11.03.2019 17:29 |
Preis: 25,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


18:38
Ich hatte gestern eine Probefahrt mit einem mir komplett fremden Fahrzeug. Habe es bei einem Privaten Verkäufer angeschaut. In den ersten 100m der fahrt bin ich gegen einen Bordstein gefahren dabei wurde eine felge (die bereits sejr beschädigt ist /war) beschädigt und ein Reifen. Jetzt will der Verkäufer von mir den Schaden bezahlt bekommen. Seine Versicherung zahlt nicht da das Auto nur haftpflicht versichert ist. Muss ich jetzt zahlen oder bleibt er auf dem schaden sitzen?.
11.03.2019 | 18:14

Antwort

von


(881)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

lassen Sie mich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Sie haben einen Schaden fahrlässig verursacht.

Daher haben Sie für diesen Schaden dem Grunde nach aufzukommen (§ 823 Abs. 1 , § 249 , § 276 Abs. 1 BGB ).

Ein Haftungsausschluss, wie er bei Probefahrten bei Händlern teilweise angenommen wird, kommt bei Ihnen nicht in Betracht.

Der Verkäufer darf aber nicht mehr verlangen als er ohne Beschädigung hätte.

Die (Vor-)Beschädigung vor Ihrer Verursachung eines weiteren Schadens kann er nicht ersetzt verlangen.

Er hat sich einen Abzug Neu für Alt entgegenhalten zu lassen.
Wenn der Vorschaden an der Felge bereits derart groß war, dass der neue Schaden nicht mehr ins Gewicht fällt, besteht kein Schadensersatzanspruch des Verkäufers bezüglich der Felge.

> Sie müssen dem Grunde nach für den von Ihnen verursachten Schaden aufkommen.
> Ob ein Geldbetrag bezifferbar ist oder nicht, kann anhand Ihrer Angaben im Moment nicht beantwortet werden, da dies von der Vorschädigung der Felge und des Reifens und von deren Alter abhängt.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 11.03.2019 | 18:23

Vielen Dank für die Antwort, jedoch hätte ich noch eine Frage da auf diversen Seiten u. A Bußgeldkatalog.de geschrieben wird dass der Verkäufer den Schaden begleichen muss da keine haftungsvereinbarung bei einem Schaden getroffen wurde?. Ist das also nur halb richtig?

Lg.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.03.2019 | 18:38

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Das ist so nicht richtig.

(Versetzen Sie sich als Kontrollüberlegung einmal in die Situation eines privaten nicht vollkaskoversicherten Verkäufers. Wollen Sie einen Schaden aufkommen, den Ihnen ein anderer zufügt?)

Ansatzpunkt ist bei Ihnen aber die Höhe des Schadens (s.o.), der kann bei Ihnen - jedenfalls bezüglich der Felge - u.U. 0,00 € sein.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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