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Fehlgeschlagene Nachbesserung

27.07.2020 17:42 |
Preis: 55,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz


Sehr geehrte Dame,
sehr geehrter Herr,

in einer Fachwerkstatt sollte an einem Quad ein Motorproblem behoben werden. Hierzu gab es anschließend 2 Nachbesserungsversuche, welche scheiterten. Zudem gab die Werkstatt im Beisein eines Zeugen zu, das beim Reparaturauftrag ein falsches Teil verbaut wurde, was den erneuten Schaden am Motor verursacht haben soll. Der Werkstattbesitzer teilte mit, das er nichts mehr machen wolle und vom Vertrag zurücktreten will.
Kann er dies so einfach-Zumal Folgeschäden durch die "nicht sauber" durchgeführte Reparatur entstanden sein könnten!? Hat man hier nicht das Recht, die Reparatur auf Kosten der Werkstatt in einem anderen Betrieb durchzuführen zu lassen? Über Anregungen würde ich mich sehr freuen, denn die Situation ist sehr verfahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich kann sich die Werkstatt nicht "einfach so" vom Vertrag lösen. Notwendig wäre jedenfalls, dass ihr eine weitere Nacherfüllung unzumutbar ist. Unzumutbar kann sie insbesondere dann sein, wenn sie nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand / hohen Kosten verbunden ist. Ob das hier der Fall ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Die Werkstatt darf aber eine ggf. schon gezahlte Vergütung nicht behalten, sondern muss Ihnen diese zurück zahlen, denn die vertraglich geschuldete Leistung - mangelfreies Quad mit funktionierendem Motor - wurde ja anscheinend nicht erbracht.

Wenn Sie dann zu einer anderen Werkstatt gehen und den Fehler dort erfolgreich reparieren lassen, dann haben Sie keinen Anspruch darauf, dass Ihnen diese Kosten erstattet werden. Dann hätten Sie ja gewissermaßen das funktionierende Quad ohne Motorprobleme erhalten, ohne hierfür Kosten aufwenden zu müssen.

Wenn es nun aber so ist, dass die Werkstatt durch den Einbau eines falschen Teils (ich nehme an beim ersten Reparaturversuch?) einen Schaden verursacht hat, dessen Behebung Mehrkosten verursacht, dann hätten Sie einen Anspruch auf Ersatz dieser Mehrkosten, die Sie aufwenden müssen im Vergleich zu der Situation, in der Sie wären, wenn gleich die erste Reparatur erfolgreich gewesen wäre.

Sollte also schon eine Vergütung gezahlt worden sein, sollten Sie diese zunächst zurückfordern. Weigert man sich, können Sie entweder diese Kosten geltend machen und nötigenfalls auch einklagen, oder Sie lassen die Reparatur woanders vornehmen und machen dann die entstandenen Kosten geltend.

Ich hoffe meine Ausführungen haben Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschafft. Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

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