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Fehler in der Beschreibung (Ebay) - Klage droht


12.05.2007 09:36 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Sehr geehrte Damen und Herren,

scheinbar ist mir ein schlimmer Fehler unterlaufen.
Gestern am 11.05.07 habe ich ein Handy in Ebay eingestellt. Plötzlich wurde ich von mehreren Ebayern angemailt um welches Model es sich denn nun handle, um N92 oder N95. Nachdem ich die Auktion noch einmal durchgelesen habe musste ich feststellen, dass mir in der Beschreibung ein Fehler unterlaufen war. Ich beendete die Auktion vorzeitig mit dem von Ebay vorgegebenen Punkt "Artikel enthielt einen Fehler", brachte den Fehler in der Beschreibung in Ordnung und stellte den Artikel wieder ein.
Kurz drauf bekam ich eine Email von einem Mann der nun auf Einhaltung des Kaufvertages bestand und das Nokia N95 für 1,- haben möchte. Ich versuchte ihm darzulegen was geschehen sei, dass akzeptierte er nicht, setzte mir vielmehr eine Frist bis zum 18.05, sollte ich ihm das Handy nicht bis dahin schicken wolle er mich verklagen, gestützt auf das Urteil vom Urteile des BGH OLG Oldenburg - Urteil, 8 U 93/05.

Ich mailte ihm, dass er wenn er wirklich Interesse an dem Artikel haben würde weiterhin mitbieten könne, da ich ihn ja nach 3 Minuten wieder online gestellt habe....interessiert ihn nicht.

Den Artikel habe ich doch nicht wegen eines zu niedrigen Kaufpreises wie in dem o.g. Urteil zurückgenommen, die Auktion läuft bis zum 14.05 - nach Verbesserung des Fehlers habe ich ihn wieder online gestellt.

Wie kann man sich gegen Menschen behelfen die nur auf Fehler anderer lauern um diese dann auszusaugen.

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Sehr geehrter Fragesteller,

ein Artikel, der bei ebay eingestellt wird, stellt grundsätzlich ein bindendes Vertragsangebot dar.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann das Vertragsangebot im Wege der Anfechtung aber wieder "beseitigt" werden.
Haben Sie sich bei der Beschreibung vertippt und statt des Modells N95 das N92 angeboten, so können Sie das Angebot wegen eines Erklärungsirrtums i.S.d. § 119 BGB anfechten. Die Anfechtung ist fristgebunden und muss unverzüglich gegenüber dem Höchstbietenden erklärt werden. Die Höchstgrenze liegt i.d.R. bei etwa zwei Wochen ab Kenntnis des Anfechtungsgrundes. Sie sollten diese Zeitspanne aber nicht ausschöpfen, sondern dem Höchstbietenden so bald wie möglich aus Beweisgründen per Einschreiben/Rückschein mitteilen, dass Sie das Angebot anfechten und ihm die Gründe mitteilen, auf die Sie die Anfechtung stützen. Für die Voraussetzungen der Anfechtung wären Sie im Streitfall beweispflichtig.

Im Falle einer wirksamen Anfechtung ist der Anfechtende seinem Vertragspartner unter Umständen gegenüber schadensersatzpflichtig nach § 122 BGB, falls diesem ein Vertrauensschaden entstanden ist. Der Vertrauensschaden ist der Schaden, der beim Vertragspartner dadurch entsteht, dass er auf die Gültigkeit der Erklärung vertraut. Der Höchstbietende wäre dafür beweispflichtig, dass ihm ein solcher Schaden entstanden ist.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 12.05.2007 | 11:37

Vielen Dank für Ihre Antwort, besteht die Möglichkeit, dass Sie mir einen oder zwei Sätze annähernd formulieren das ich Sie dem Höchtbietenden gegenüber benutzen kann, auf nette und freundliche Art und bitte um Verständnis reagierte er wie folgt:

Nun werden Sie mal nicht beleidigend! Ich ziehe ganz sicher nimanden über den Tisch, sondern verlange lediglich, daß Sie sich an den geschlossenen Kaufvertrag auch halten und diesen erfüllen. Es würde für mich keinen Sinn machen auf den von Ihnen widereingestellten Artikel zu bieten, da ich Ihr Angebot bereits wirksam angenommen habe. Warum Sie mit selbem Artikel weitere Kaufverträge schließen möchten, die Sie dann ebenfalls erfüllen müssen, ist mir leider nicht ganz einleuchtend. Wie ich Ihnen bereits geschrieben habe, könnte ich nach Ablauf der gesetzten Frist weitere Schritte einleiten. Bedenken Sie, daß falls Sie den Artikel an einen Anderen verkaufen, und Ihnen damit die Lieferung unmöglich werden sollte, ich berechtigt wäre Schadenersatz bis zur Differenz eines Deckungskaufes wegen Nichterfüllung zu verlangen.

Letztmalig fordere ich Sie nun auf, mir Ihre Bankverbindung mitzuteilen,

und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.05.2007 | 12:35

Sehr geehrter Fragesteller,

ich habe Ihnen eine E-Mail geschickt.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

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