Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Fehler in Stellenausschreibung = Entschädigung oder Schadenersatz?

03.05.2007 10:11 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte RAe,

mein Mann hat sich auf eine Stellenausschreibung einer Bundesbehörde (vollzeit) beworben. Die Stelle wäre auf 2 Jahre befristet. Das Anforderungsprofil erfüllt er.

So weit, so gut. Letzte Woche bekam er allerdings seine Bewerbungsunterlagen zurück mit der Begründung, "durch einen Bürofehler" wurde vergessen in der Ausschreibung zu erwähnen, dass Bewerber, die bereits in einem Arbeitsverhältnis mit der Bundesrepublik Deutschland gestanden haben, nicht berücksichtigt werden können.

Mein Mann war bis zum 30.04.2007 in einer Behörde (Bund) beschäftigt.

Mittlerweile steht folgender Passus in allen laufenden Stellenausschreibungen dieser Behörde:

"Da die Einstellung auf § 14 Abs. 2 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes beruht, können Bewerberinnen und Bewerber, die bereits in einem Arbeitsverhältnis mit der Bundesrepublik Deutschland gestanden haben, nicht berücksichtigt werden."

Nun habe ich gehört, dass dieses Vorgehen nicht rechtens ist und man Schadenersatz oder Entschädigung in Höhe von bis zu 3 erwartenden Monatsgehältern einfordern kann.

Entspricht dies der Wahrheit und mit welcher Rechtgrundlage wird dies begründet?

Vielen Dank.

Sehr geehrte Ratsuchende,

der von Ihnen angedeutete Entschädigungsanspruch kann sich aus § 15 AGG ergeben. Dieser setzt einen Verstoss gegen das Benachteiligungsverbot voraus.

Ziel des AGG ist es, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Im Falle Ihres Mannes wird aus keinem dieser Gründe, sondern aufgrund von § 14 II TzBfG differenziert. Es soll offensichtlich eine sachgrundlose Befristung der ausgeschriebenen Stelle erfolgen, die nicht möglich ist, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitverhältnis bestanden hat. Eine solche Differenzierung ist grundsätzlich möglich und rechtfertigt keine Entschädigung.

Mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89436 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich fühle mich sehr gut beraten. Schnell, freundlich, kompetent . ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gute Anwältin habe schon ein Anwalt der sehr gut auch sehr schnell ist. Es ist schlimm wie sehr die Eltern und nicht die Kinder in Vordergrund stehen. Will hoffen obwohl ich nicht der Vater das Kind zurück bekommen kann.der ... ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Vielen Dank ...
FRAGESTELLER