Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Fehler beim Verkauf ebaY


| 25.03.2007 17:36 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Guten Tag,

ich habe bei Ebay 44 Paysafecards (Prepaid) je im Wert von 25€ verkauft, dabei ist mir ein Fehler unterlaufen.
Ich wollte die zum Sofortkaufpreis von 1,85€ verkaufen und je Paysafecard 25€ Versandkosten verlangen.
Habe zum ersten mal Mehrere Artikel in einer Auktion verkauft und hab dann gedacht, wenn ich Versandkosten von 25€ angebe, dass das für 1 Paysafecard ist. Doch das war nicht so.
Habe das Feld mit „weitere Artikel“ nicht gesehen und dort müsste ich auch noch normalerweise 25€ Versandkosten angeben.
Bin dann zur Arbeit gefahren und am nächsten morgen habe ich gesehen, dass jemand alle gekauft hat und nur 104,40€ bezahlen muss.
Habe die jenige Person direkt angeschrieben und habe ihm geschildert, dass mir ein Fehler unterlaufen ist.
Habe ihm geschildert, wie ich es meinte, wie es sein sollte. (siehe oben)

Der Käufer droht mir mit einem Anwalt.
Hat er Recht, obwohl ich ihm direkt so schnell wie möglich angeschrieben habe?
Denn ich habe dann einen Schaden von 995,60€

Danke

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich ist bei dem von Ihnen geschilderten ebay-Geschäft von einem gültigen Kaufvertrag auszugehen, der Sie zur Lieferung der Ware und Ihren Vertragspartner zur Zahlung des Kaufpreises verpflichtet.

Eine generelle Unwirksamkeit von Verträgen aufgrund von Fehlern oder Irrtümern gibt es nicht.

Sie haben nur die Möglichkeit, die jeweiligen Vertragsschlüsse aufgrund eines Irrtums nach § 119 BGB anzufechten, was Sie dem Vertragspartner unverzüglich schriftlich mitteilen müssen. Zu Beweiszwecken empfehle ich ein vorab-Fax mit nachfolgendem Einschreiben/Rückschein.

Sie sind aber selbst bei erfogreicher Anfechtung verpflichtet, dem Vertragspartner den Schaden zu ersetzen, den er dadurch erlitten hat, dass er auf die Gültigkeit der Verträge vertraut hat, § 122 BGB.

Vereinfacht gesagt: bei ebay werden rechtsgültige Kaufverträge geschlossen. Der jeweilige Vertragspartner darf darauf vertrauen, dass die Gegenseite auch meint und will, was sie erklärt bzw. anbietet. Wenn Sie sich in diesem Rahmen irren, fällt dies zu Ihren Lasten, nicht zu denen des gutgläubigen Vertragspartners.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.03.2007 | 19:50

Danke für die schnelle Antwort, also heißt das, dass ich keine Chance habe, obwohl ich den Verkaufsvertrag nicht bestätigt habe und mich direkt beim Käufer gemeldet habe?
Habe ihm sein Geld, was er mir überwiesen hat, zurückerstattet.
Und soll ich ihn in einen vorab-Fax mit nachfolgendem Einschreiben/Rückschein schreiben, dass mir ein Fehler unterlaufen ist (habe das schon desöfteren per E-Mail geschrieben)?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.03.2007 | 19:55

Sehr geehrter Fragesteller,

mit dem Einstellen des Angebots haben Sie ein Kaufvertragsangebot abgegeben, dass der Käufer mit der Kaufoption angenommen hat- damit ist grundsätzlich ein Kaufvertrag zustande gekommen.

Fehlende Bestätigungen, sofortige Meldungen und Rücküberweisungen des Kaufpreises sind daher ohne rechtliche Bedeutung.

Sie müssen dem Käufern nicht schreiben, dass Ihnen ein Fehler unterlaufen ist, sondern dass Sie die Kaufverträge wegen Irrtums nach § 119 BGB anfechten. Bei der generellen Verpflichtung zur Schadensersatzzahlung nach § 122 BGB bleibt es dann aber.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke für die Antwort. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER