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Fehler auf der Arbeit passiert - Darf mein Arbeitgeber auf eine Lohnkürzung bestehen, um den Schaden


16.01.2005 09:47 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo,

ich bin Speditionskaufmann/Disponent bei einer Fahrzeugspedition. Vor einigen Wochen ist mir ein fehler unterlaufen: Ich habe einen Wohnwagen aufgrund eines lesefehlers falsch verschifft. Angeblich soll sich die Frachtrate für die ordnungsgemäße Verschiffung auf 1600,00 € belaufen, die ich bezahlen soll. Ich habe es zuerst nicht ernst genommen, nur wurde mir jetzt 250,00 € vom Lohn abgezogen. Wie soll ich mich jetzt verhalten? Darf mein Arbeitgeber das machen?

Freundliche Grüße

Jan Blunck

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Guten Morgen,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst haften Sie als Arbeitnehmer für einen Schaden in vollem Umfang nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

Bei einfacher Fahrlässigkeit haften Sie zu 50 %.

Im Falle leichter Fahrlässigkeit gibt es keinen Anspruch des Arbeitgebers auf Schadenersatz.

In Ihrem Fall wäre daher zunächst zu prüfen, ob Ihr Arbeitgeber überhaupt Anspruch auf Schadenersatz hat, im Hinblick auf den Lesefehler, welcher Ihnen unterlief.

Eine Aufrechnung diese evt. bestehenden Schadenersatzanspruches mit der Lohnzahlung ist grundsätzlich möglich. Allerdings hat der Arbeitgeber hier die Pfändungsfreigrenzen der §§ 850 ff. ZPO (Zivilprozessordnung)zu berücksichtigen.

Die Höhe der Pfändungsfreigrenze hängt vom monatlichen Nettolohn und evt. bestehenden Unterhaltsverpflichtungen ab.

Ein entsprechende Tabelle finden Sie unter anderem hier:
http://www.ratgeberrecht.de/docs/freibetraege.pdf

Liegt ihr Netto-Einkommen unterhalb dieser Grenze, darf ein Lohnabzug nicht erfolgen.

Sie müssten den Arbeitgeber dann auffordern, den abgezogenen Lohn auszuzahlen.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de



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