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Fehlender Ware


24.09.2005 21:24 |
Preis: ***,00 € |

Transportrecht, Speditionsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Hallo
der absender hat mir ein getriebe geschickt wurde auch versand ,ist nachgeprüft worden ,wir waren nicht zu hause ,meine frau war in der rehaklinik und ich 60 km entfernt in der arbeit ,als ich abends nach hause kam steht vor meinen grundstück (öffentliche strasse )eine palette teilweise verschweißt aber offen aber es sind nur ein kleiner karton mit altteilen und schrauben darauf sollte aber ein überholter bootsantrieb daraufsein ,und eine rechnung über die transportkosten ,am nächsten tag bin ich zur spedition und habe denen gesagt das auf der palette keine ware war ,mir wurde gesagt ich hätte die palette doch selbst im empfang genommen und auch den empfang unterschrieben ,es stellt sich aber nun heraus das der fahrer keine lust hatte, nochmal vorbei zukommen,und deshalb selber mit meinen namen unterschrieben hat ,nachdem ich dann fragte warum die palette einfach auf der srasse vor den grundstück abgestellt wurde sagte man mir sie hätten mit meiner frau gesprochen und die sagte sie können es vor dem tor abstellen.meine frau war wie gesagt ja auf reha und hat mit niemanden gesprochen ,jetzt haben wir einen anwalt eingeschaltet der sagt wir müssten beweisen das dieses teil gestohlen wurde oder sonst wo geblieben sei ,wir wohnen alleinlage haben aber eine öffentliche strasse und auch publikumsverkehr (geschäft) ,der anwalt sagt wenn ich in münchen in der fußgängerzone wohnen würde dann wäre es glaubhaft das sowas mal verschwindet aber es ist auch nicht glaubhaft weil das teil zu spezifisch ist.
wie kann ich mich jetzt verhalten oder was soll ich tun?
Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst ist leider nicht deutlich um was für einen Kaufvertrag es sich handelt. Handelt es sich um einen privaten oder gewerblichen Kaufvertrag? Darüber hinaus müßten wir natürlich die Vertragsunterlagen einsehen.

Unabhängig davon: ich habe Sie wohl richtig verstanden, daß Sie mit Ihrem Vertragspartner vereinbart hatten, daß die Gegenstände an Ihren Ort versandt werden sollten.

In diesem Fall gilt § 447 BGB:
(1) Versendet der Verkäufer auf Verlangen des Käufers die verkaufte Sache nach einem anderen Ort als dem Erfüllungsort, so geht die Gefahr auf den Käufer über, sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat.

(2) Hat der Käufer eine besondere Anweisung über die Art der Versendung erteilt und weicht der Verkäufer ohne dringenden Grund von der Anweisung ab, so ist der Verkäufer dem Käufer für den daraus entstehenden Schaden verantwortlich.

Dies bedeutet:
Wenn der Kaufgegenstand an einen Beförderer zur Versendung ausgeliefert wurde, dann tragen Sie ab diesem Zeitpunkt das Risiko für den Verlust, etc.

Ein Beförderer sind z.B. ein Spediteur oder Frachtführer, die Bahn, die Post, etc.

Dies gilt aber nicht, wenn der Verkäufer die Versendung vollständig übernommen hat. In Ihrer Schilderung wird nicht ganz klar, wer den Versand übernommen hat. Ein Mitarbeiter des Verkäufers oder eine Personen. Hat nämlich ein Mitarbeiter des Verkäufers den Versand übernommen, dann hätten Sie m.E. etwas bessere Karten. Der Verkäufer haftet nämlich in diesem Fall für das Handeln des Mitarbeiters. Wenn dieser einfach Ihren Namen eingetragen hat und damit wahrheitswidrig behauptet, daß Sie die Ware entgegengenommen haben, so kann sich m.E. der Verkäufer darauf nicht berufen. (Unter Umständen könnte hier auch ein strafrechtlich relevantes Verhalten des Fahres vorliegen!)

War kein Fahrer des Verkäufers, sondern ein drittes Unternehmen (z.B. Spediteur) für den Versand verantwortlich, so haben Sie u.U. einen Schadensersatzanspruch gegen den Beförderer.

Mit freundlichen Grüßem
Klaus Wille













Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2005 | 00:14

hierbei handelt es sich um ein gewerbliches unternehmen .wir hatten vereinbart das die fa.aus zwei altteilen ein überholtes neuteil fertigen soll.für diese arbeit wurde kein entgeld bezahlt,lediglich konnte die fa.über die restlichen teile frei verfügen.nach beendigung der arbeiten sollte das gefertigte teil (bootsantrieb)an meine adresse versendet werden .laut der fa.und der frachtpapiere ist die ware einem dortigen spediteur übergeben worden.diese ware wurde an einem weiteren spediteur weitergeleitet.der die aufgabe hatte und diese ware ordnungsgemäß zuübergeben.der fahrer der spedition legte diese ware vor unseren grundstück ab und unterschrieb den erhalt mit meinen namen,da niemand anwesend war.ist diese vorgehensweise rechtens? danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.09.2005 | 01:12

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit der Übergabe an den Spediteur ist das Risiko des Verlustes an Sie übergegangen. Damit ist Ihr Vertragspartner von seiner Schuld frei.

Sie können sich jetzt nur noch an den Spediteur halten und Schadensersatzansprüche geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille

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