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Fehlende Kautionszahlung und Mietrückstand


19.10.2005 16:05 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,

seit Juli habe ich einen neuen Mieter. Es wurde ein Zweckform-Einheitsmietvertrag abgeschlossen mit mtl. Mietzahlung zu Beginn des Monats und 3 Monatsmieten-Kaution (zu Mietbeginn zu zahlen).

Seit Juli 2005 (ca. 3,5 Monaten), zahlt der Mieter nur unregelmäßig und die Kaution fehlt ganz.

Folgendes Zahlungsverhalten:

Ende Juli - Zahlung für Juli
Anfang August - Zahlung für August
September - bis heute keine Zahlung
Oktober - Zahlung für Oktober

Die 3 Monatsmieten Kaution schuldet er mir immer noch. Ich höre 1.000 gute Gründe warum es jetzt gerade schwierig ist oder warum die Bank wieder alles falsch abgewickelt hat. Ich habe mit ihm zwischenzeitlich ein Konto bei meiner Bank zur Einzahlung der Kaution eingerichtet, aber nichts passiert.

Bisher habe ich nicht offiziell schriftlich gemahnt.

Was soll ich tun? Ich denke an Kündigung, aber wie?

Viele Grüße und Danke für Ihren Rat!
Sehr geehrter Ratsuchender,

zum jetzigen Zeitpunkt ist eine auf den Zahlungsverzug gestützte Kündigung nicht möglich.

Eine Kündigung wegen Zahlungsverzuges setzt voraus, dass entweder an zwei aufeinanderfolgenden Terminen die Miete gar nicht gezahlt wird oder, dass über einen Zeitraum von mehr als zwei Monaten ein Rückstand aufgelaufen ist, der in der Summe mindestens zwei Monatsmieten beträgt. Beides ist nach Ihrer Schilderung bisher nicht der Fall, da bisher (nur) die Septembermiete offen ist. Sei müssten also die Entwicklung abwarten und könnten später, wenn zwei Monatsmieten offen sind, "zuschlagen" und fristlos kündigen.

Eine Kündigung wegen der nicht gezahlten Kaution scheidet ebenfalls aus, da Einmalzahlungen nicht zur Miete gehören.

Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich Ihnen raten, den Mieter wegen der unpünktlichen Mietzahlungen abzumahnen. Denn der Mieter ist verpflichtet, die Miete jeweils zu Beginn des Monats zu zahlen. Als Vermieter müssen Sie Verspätungen von mehr als einer Woche nicht dulden. Mahnen Sie Ihn jetzt unmissverständlich ab, so können Sie bei erneutem Verstoß kündigen.

Haben Sie aber bitte Verständnis dafür, dass ich Ihnen an dieser Stelle ob Ihres geringen Einsatzes ein entsprechendes Abmahnschreiben nicht vorformulieren kann.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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