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Fehlende Arbeitsplatzbeschreibung und Gehaltforderung

05.08.2018 20:35 |
Preis: 34,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Beginn meiner Tätigkeit beim Arbeitsgeber wird mir keine Arbeitsplatzbeschreibung zu meinen Arbeitsvertrag gestellt.

Im Arbeitsvertrag selber ist lediglich die Position vermerkt. Nach mehrmaligen schriftlichen Nachfragen wird meine Anfrage zu einer Stellenbeschreibung ignoriert.

In einem persönlichen Gespräch habe ich auf meine positiven Leistungen und Ergebnisse deutlich gemacht, welche eine Abgrenzung zu den anderen Arbeitnehmern im Unternehmen mit der gleichen Position im Arbeitsvertrag ersichtlich macht.

Meine Aufgabe umfasst trotz der selbigen Position einen größeren Aufgabenbereich.

Ferner wurde von mir im Gespräch die Forderung nach einer Gehaltserhöhung gemacht, da für mich der Aufgabenreich mehr umfasst und abgewandelt ist. Ein Vergleich mit der Gehaltsstruktur (Arbeitnehmer in gleicher Position) wurde getätigt und die Forderung als nichtig erklärt.

Deshalb ist mein Ziel eine Arbeitsplatzbeschreibung zu bekommen, um mein Gehalt nach oben zu Korrigieren.

Meine Fragen:

- Ist der Arbeitgeber für eine Arbeitsplatzbeschreibung verpflichtet?
- Auf welcher Grundlage wird die Arbeitsplatzbeschreibung erstellt?
- Wie sind die Chancen und Risiken eine positive Gehaltsforderung mit und ohne Arbeitsplatzbeschreibung zu bekommen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Sie haben den Arbeitsvertrag so unterschrieben, wie der Arbeitgeber ihn Ihnen vorgelegt hat. So jedenfalls verstehe ich Ihre Sachverhaltsschilderung. Damit gilt der existierende Arbeitsvertrag.

Einen Rechtsanspruch auf Erstellung einer Arbeitsplatzbeschreibung haben Sie gegen den Arbeitgeber nicht.


2.

Der Begriff der Arbeitsplatzbeschreibung ist sehr allgemein und weitreichend.

Sie umfasst Ihren Arbeitsplatz und Ihre Tätigkeit.


3.

Die Forderung nach einem höheren Gehalt wird nicht von der Arbeitsplatzbeschreibung abhängen. Hier hilft nur das persönliche Gespräch, in dem Sie auf den Umfang Ihrer Tätigkeit verweisen, um damit zu begründen, dass ein höheres Gehalt Ihrer Ansicht nach angemessen ist.

Die Entscheidung trifft allerdings der Arbeitgeber.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.08.2018 | 22:28

Danke für Ihre rasche Antwort.

Mir wurde zu meinen bisherigen Arbeitsvertrag ein neuer unterbreitet mit Anpassungen zur Urlaubszeit.

In Punkt 2 betonen Sie, dass es keinen Rechtsanspruch gibt.

Wie darf ich dann, gemäß § 2 Abs. 1 S. 2 Nr. 5 NachwG interpretieren?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.08.2018 | 09:12

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Die Vorschrift des § 2 Abs. 1 S. 2 Nr. 5 NachwG verlangt lediglich eine kurze Charakterisierung oder Beschreibung der vom Arbeitnehmer zu leistenden Tätigkeit.

Beispiel: "Der Arbeitnehmer wird als Auslieferungsfahrer eingestellt."

Nun kann es sein, dass der Arbeitnehmer zusätzlich noch Regale ein- und ausräumt, LKWs be- und entlädt, Listen über Waren führt, um ein plakatives Beispiel zu nennen. Diese Einzeltätigkeiten wären dann in der Arbeitsplatzbeschreibung festzuhalten.


2.

Im Ergebnis heißt das, dass grundsätzlich gesagt werden soll, was der Arbeitnehmer zu tun hat (Einstellung als Fahrer, als Progammierer etc.). Das folgt aus § 2 Abs. 1 S. 2 Nr. 5 NachwG. Weitere Details sind von dieser Vorschrift dagegen nicht umfaßt. Hier kann eine Arbeitsplatzbeschreibung erfolgen, muss aber nicht.


3.

Wenn schon wegen der Urlaubszeit - unnötigerweise - ein neuer Arbeitsvertrag vorgelegt wird, können Sie natürlich auch anregen, Ihre Tätigkeit detaillierter zu beschreiben. Vielleicht kommt der Arbeitgeber diesem Anliegen nach.

Tipp: Formulieren Sie, was Sie hinsichtlich der Tätigkeit aufgenommen sehen möchten. Dann ist es für den Arbeitgeber einfacher, diese Aufzählung in den neuen Vertrag aufzunehmen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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