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Fehldiagnose nach Schlaganfall

| 04.06.2013 11:00 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung: Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche bei ärztlicher Fehldiagnose

1. Schlaganfall im Dezember 2012:
Meine Frau ist im Dezember 2012 nach einem Schlaganfall mit einer vorübergehenden Lähmung des linken Arms in die Stroke Unit eines Krankenhauses in Hessen eingeliefert worden. U. a. hat die Neurologie dieses Krankenhauses mit einer Duplex-Sonographie festgestellt, daß keine Stenose bzw. keine relevante Stenosierung in der Halsschlagader vorliegt. Dies ist im stationären Entlassungsbrief festgehalten worden.
Meine Frau wurde mit einer auf den Bluthochdruck abgestimmtem Medikation entlassen.

2. Schlaganfall im Mai 2013:
Nach einem zweiten Schlaganfall mit Fehlfunktionen der linken Hand ist sie erneut in dieselbe Stroke Unit eingeliefert worden. Der Oberarzt, der die Untersuchung im Dezember 2012 durchgeführt hat, hat auch diesmal die Halsschlagader mit einer Duplex-Sonographie
untersucht. Diesmal wurde zur Sicherheit noch eine zusätzliche CTA durchgeführt. Dabei hat man dann zweifelsfrei festgestellt, daß die Halsschlagader schon zu 90% verschlossen war. Es handelte sich um die dieselbe Stelle, die im Dezember schon untersucht wurde.
Es ist ausgeschlossen, daß eine Stenose in der Halsschlagader sich in 6 Monaten von 0% auf 90% entwickelt. Das geschieht in mehreren Jahrzehnten.
Es wurde eine sofortige Operation der Halsschlagader angeordnet.
Meine Frau befindet sich jetzt nach der schwierigen und in diesem Fall sehr gefährlichen Not-OP mit hohem Blutverlust auf dem Weg der Besserung. Die noch vorhandenen Funktionsstörungen werden zur Zeit therapeutisch behandelt. Im Anschluß an den Krankenhausaufenthalt wird sie in einer REHA-Klinik weiterbehandelt.

3. Hier liegt der seltene Fall vor, daß das Krankenhaus bzw. der Oberarzt selbst mit der zweiten Diagnose im Mai 2013 die falsche erste Diagnose im Dezember 2012 bestätigt hat.
Meine Frau wurde also im Dezember 2012 mit einer nicht erkannten, lebensgefährlichen und hochgradigen Stenose von 90% entlassen.

4. Ich habe in einem Gespräch mit dem Oberarzt eine Stellungnahme verlangt.
Er mußte die falsche Diagnose im Dezember bestätigen, da das Krankenhaus den Beweis selbst erbracht hat. Ihm blieb nichts anderes übrig.

5. Dieses Gespräch mit dem Eingeständnis der Fehldiagnose habe ich dokumentiert und der Neurologie des Krankenhauses zugeschickt.

6. Meine Fragen:
Wir überlegen noch, ob und was wir in dieser Sache unternehmen.
Unser weiteres Vorgehen wollen wir davon abhängig machen, wie der Verlauf der Heilung, der Erholung und der Wiederherstellung der noch vorhandenen Fehlfunktionen voranschreitet.
Unabhängig davon hätte ich aber gerne auf der Grundlage der obigen Sachdarstellung gewußt, welche Optionen ich in diesem klaren Fall überhaupt habe: Schmerzensgeld und / oder Schadensersatz.
Welches Vorgehen raten Sie mir, wenn wir zu dem Schluß kommen sollten, Ansprüche anzumelden.
Da dieser Text öffentlich erscheint, kann ich keine weiteren Informationen geben.

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihnen die gestellten Fragen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt:

Da es sich nach den von gemachten Ausführungen um eine ärztliche Fehldiagnose handelt, vermutlich verbunden mit einer fehlerhaften Behandlung Ihrer Frau und dieser Fehler nach Ihren Ausführungen von dem behandelnden Arzt eingestanden wurde, kann Ihre Frau auf jeden Fall einen Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadensersatz geltend machen.

Zu klären wäre allerdings noch, ob die fehlerhafte Diagnose im Dezember 2012 ursächlich für den zweiten Schlaganfall Ihrer Frau im Mai 2013 war. Wenn diese Frage zu bejahen ist, hat Ihre Frau einen Anspruch auf Schmerzensgeld und auch auf Schadensersatz.
Da Sie die Durchsetzung von Ansprüchen von dem weiteren Verlauf der Heilung Ihrer Frau abhängig machen wollen, würde ich Ihnen raten, vorab die Krankenhausleitung schon einmal anzuschreiben und die Durchsetzung von Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüchen anzukündigen. Da die Kosten für eine anwaltliche Durchsetzung der Ansprüche von der Gegenseite mit übernommen werden für den Fall, daß Ihrer Frau Ansprüche zustehen und Sie diese durchsetzen wollen, würde ich Ihnen raten, auf jeden Fall frühzeitig anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ferner sollten Sie auf jeden Fall eine Auflistung sämtlicher Kosten anfertigen, die Ihnen durch den Schlaganfall Ihrer Frau entstehen. Dazu zählen unter anderem anfallende Fahrtkosten, Kosten für Betreuung etc., da auch diese Kosten als Schadensersatz mit geltend gemacht werden können.

Schließlich darf ich Sie darauf hinweisen, daß sich bei Veränderung auch nur weniger Details der von Ihnen geschilderten Informationen eine andere Beurteilung der Sach- und Rechtslage ergeben kann und daß dieses Forum nur einer Erstberatung dient.
Gern stehe ich Ihnen für eine weitere Mandatierung in dieser Angelegenheit zur Verfügung. Selbstverständlich können Sie sich auch im Zuge einer weiteren Nachfrage gern per Mail direkt an mich wenden, sollten Sie noch zusätzliche Fragen haben.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Bertram

Ergänzung vom Anwalt 05.06.2013 | 08:37

Sehr geehrter Fragesteller,

ergänzend möchte ich hinzufügen, daß Sie sich an die gesetzliche Krankenversicherung wenden und diese von ihrem Verdacht der Fehldiagnose/-behandlung informieren sollten. Denn dann besteht die Möglichkeit, daß die Krankenversicherung einen Gutachter einschaltet, Das hätte für Sie den Vorteil, daß für Sie keinerlei Kosten entstehen würden und Sie außerdem ein verwertbares Beweismittel für einen eventuellen Prozeß hätten.

Außerdem darf ich Sie darauf hinweisen, daß sich ein Anspruch auf Schmerzensgeld- und Schadensersatz auch daraus herleiten läßt, daß der Arzt aufgrund der fehlerhaften Diagnose nicht die erforderlichen Behandlungsmaßnahmen ergriffen hat, was zu einer Verschlimmerung des Gesundheitszustandes Ihrer Frau geführt hat.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Bertram

Bewertung des Fragestellers 05.06.2013 | 21:36

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