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Fehlberatung durch Handwerker

28.01.2014 21:37 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa


Hallo zusammen,

Haben uns letztes Jahr unseren lang ersehnten Kachelofen gegönnt. Wollten ursprünglich einen Grundofen aber der Ofenbauer riet uns davon ab, da man da wegen dem Heizen möglichst viel daheim sein muss. Er riet uns zu einem kombinierten Ofen. Wir haben daraufhin das Wort Wassertechnik in den Raum geworfen. Das hat der Ofenbauer gleich aufgegriffen wobei wir immer gesagt haben dass wir mit dem Ofen in erster Linie den Raum heizen wollen weil wir die Kachelofenwärme sehr schätzen und die Energie die wir dann nicht mehr für den Raum benötigen in den Puffer einspeisen wollen. Als der Ofen dann fertig war hat er nicht "funktioniert" und ich habe den Ofenbauer kontaktiert und er hat den Ofen überprüft und gesagt er funktioniert. Jetzt habe ich den Ofen nochmal von einem anderen Ofenbauer prüfen lassen, der mir dann erst mal erklärt hat, dass der Ofen mit der Nahheizfläche den Raum nicht heizen wird weil er nie so warm wird. Außerdem hat er uns gesagt, dass er uns nie zu einem Ofen mit Wassertechnik geraten hätte weil wir keinen eigenen Wald haben.
Jetzt haben wir eine sehr teuren Ofen der uns nichts nützt. Wir wollen nunmehr erreichen, dass unser Ofensetzer uns so viel Geld erstattet und den Einsatz zurück nimmt, dass wir einen Grundofen, natürlich mit dem anderen Ofenbauer, bauen können.
Was ist wenn er sich weigert?
Wie stehen dann unsere Chancen? Haben leider gar nichts schriftlich.



Martina

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Frage.

Nach § 434 Abs. 1 Nr. 1 BGB liegt ein Mangel der Kaufsache vor, wenn sie sich nicht für die nach dem Vertrag vorausgesetze Verwendung eignet. Sie wollten mit dem Ofen in erster Linie den Raum heizen, dies ist mit dem Ofen jedoch nicht möglich, sodass er sich nicht für den Zweck eignet, den Sie mit dem Ofenbauer vereinbart hatten. Damit liegt ein Mangel des Ofens vor, der Ihnen die Rechte aus § 437 BGB eröffnet. Hierzu gehört die Nacherfüllung, die allerdings wohl nicht möglich sein dürfte, da der Ofen grundsätzlich nicht für Ihre Zwecke geeignet ist und insoweit auch wahrscheinlich nicht nachgebessert werden kann, also das er in erster Linie den Raum heizt. Allerdings müssen Sie den Ofenbauer zunächst einmal zur Nachbesserung auffordern. Kommt der Ofenbauer der Aufforderung zur Nacherfüllung nicht nach, dann steht Ihnen gem. § 437 Abs. 1 Nr. 2 BGB das Recht zu, vom Kaufvertrag zurückzutreten.Das Kaufrecht ist in Ihrem Fall über § 651 BGB
anwendbar.

Soweit Sie anwaltliche Unterstützung benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Seite.

Mit freundlichem Gruss

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.01.2014 | 12:46

Sehr geehrter Herr Dratwa,

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Wollte Sie noch bitten mir zu meiner Frage bezüglich der Chancen bei "Aussage gegen Aussage" Ihre Beurteilung mitzuteilen. Wir haben ja leider, wie bereits erwähnt, nichts schriftlich, nur eine Rechnung, welche ja nicht die Vorgespräche dokumentiert.

Vielen Dank,

Mit freundlichen Grüßen

Martina

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.01.2014 | 16:23

Sehr geehrte Fragestellerin,

die für Sie günstige Tatsache, dass Sie mit dem Ofen in erster Linie den Raum heizen wollten und dies auch so dem Ofenbauer gesagt haben, müssen Sie natürlich in einem möglichen Rechsstreit beweisen. Wenn Sie nicht alleine mit dem Ofenbauer gesprochen haben und Ihr Ehegatte dabei anwesend war, dann kann Ihr Gatte selbstverständlich als Zeuge aussagen.Selbst wenn beide Eheleute den Auftrag erteilt haben und so auch die Rechnung erstellt ist, dann gibt es immer noch die Möglichkeit der Abtretung.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

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