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Familienzusammenführung wurde abgelehnt


04.11.2005 21:03 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



Ich(42,deutsche) habe im Juli 2005 einen Tunesier(22) in Tunesien geheiratet.Er beantragte das visum für FZF.Zeitgleiche Befragung fand im August statt.Visum wurde abgelehnt.Widerspruch wurde von ihm mit 5 seitiger Begründung)eingelegt.Antwort kam mit folgender begründung:5 Fragen (von fast 80) stimmten nicht überein,wir hätten zu schnell geheiratet,(er machte mir nach 2 Monaten einen antrag,ich sagte nein,will ihn besser kennen lernen und machte ihm nach 7 monaten einen antrag) lässt vermuten,das er sich das AR erschleichen will.Zudem verweigert unsere ALBh in D. das visum.Den Grund kenne ich leider nicht.
Albh in D. sagt ,sie seien nicht mehr zuständig.
Haben 6 seiten Begründung und das Hochzeitsvideo an die Botschaft in Tunis gesendet.Muss nicht die Albh in D. zustimmen,damit er das visum bekommt?
Was kann ich noch tun,damit wir das Visum für FZF bekommen?
Hat man als verheiratete nicht ein Recht darauf???
Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage.

Offensichtlich sind in Ihrem Fall die zuständige deutsche Auslandsvertretung und auch die Ausländerbehörde davon ausgegangen, dass Sie und Ihr Mann eine Scheinehe eingegangen seien. Scheinehen genießen nicht den Schutz von Art. 6 Abs. 1 GG (Ehe und Familie), da sie nicht mit der Absicht geschlossen wurden, eine eheliche Lebensgemeinschaft einzugehen. Daher haben ausländische Staatsangehörige, die eine Scheinehe mit einem Deutschen geschlossen haben, keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis.

Da auch der Widerspruch Ihres Mannes nicht geholfen hat, ist das behördliche Visumserteilungsverfahren nunmehr abgeschlossen. Sie bzw. Ihr Mann haben jetzt noch die Möglichkeit, die Bundesrepublik Deutschland vor dem Verwaltungsgericht Berlin auf Erteilung der begehrten Aufenthaltserlaubnis zu verklagen. In der Klage müssten Sie darlegen, dass in Ihrem Fall keine Scheinehe vorliegt. Die Tatsache, dass Sie bei der zeitgleichen Befragung von 80 Fragen nur fünf falsch beantwortet haben, wird Ihnen sicher zugute kommen. Sie sollten es, wenn Sie mit Ihrem Mann wirklich in Deutschland zusammenleben wollen, also einfach versuchen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen wie auch für eine Vertretung im Gerichtsverfahren stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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