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Familienzusammenführung mit Kind - Vater noch verheiratet.

30.06.2013 15:02 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Familiennachzug des sorgeberechtigten Elternteils

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie sieht der folgende Fall aus: Eine deutsche Frau, wohnhaft in Deutschland, bekommt ein Kind, dessen Vater ein Nicht EU Bürger ist. Die Vaterschaft wird anerkannt von dem Nicht EU Bürger, außerdem hat der Vater das Sorgerecht.
Es soll nun ein Visum auf Familienzusammenführung gestellt werden, damit der sorgerechtsberechtigte Vater sich gemeinsam mit der Mutter um das Kind in Deutschland kümmern kann.
Nun ist es aber so, dass der Vater noch verheiratet ist in seinem Land.
Kann sich das nachteilig auf die Visavergabe auswirken?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ja, leider (auch wenn der Unterschied hier nicht allzu groß sein dürfte) denn Ehegatten sind schützenswerter nach dem Ausländerrecht und es gilt:

Die Aufenthaltserlaubnis ist u. a. dem ausländischen Ehegatten eines Deutschen und zudem dem Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen (Kind hier - dieses müsste die deutsche Staatsbürgerschaft haben, wovon ich ausgehe, da die Mutter Deutsche ist) zur Ausübung der Personensorge
zu erteilen, wenn der Deutsche seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hat.

In Bezug auf Letzteres ist jedoch bestimmt:

Der ausländische Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen hat den Nachzugsanspruch hingegen nur, wenn ihm das Personensorgerecht für das deutsche Kind zusteht
und er auf Grund dessen beabsichtigt, die Personensorge auszuüben.

Dieses könnte wegen der fehlenden Heirat gesondert geprüft werden - vom Ausländeramt und der Botschaft/dem Konsulat.

Da aber die Anerkennung der Vaterschaft vorliegt sollte diese positiv ausfallen.

Besteht ein gemeinsames Sorgerecht beider Elternteile, so reicht dies für den Nachzugsanspruch aus, sofern eine familiäre Gemeinschaft tatsächlich beabsichtigt ist. Erforderlich ist daher, dass der Sorgeberechtigte nach außen erkennbar in ausreichendem Maße Verantwortung für die Betreuung und Erziehung seines minderjährigen
Kindes übernimmt.

Eine Scheidung und Neuheirat ist also noch nicht erforderlich, falls dieses derzeit nicht gewünscht oder möglich ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

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