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Familienzusammenführung/ Ehegattennachzug

23.05.2008 20:27 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes B. Kagerer


Ich bin deutsche Staatsbürgerin, mein Mann peruanischer Staatsbürger. Wir haben ein Visum zur Familienzusammenführung in Deutschland beantragt, so dass wir unseren gemeinsamen Wohnsitz in Deutschland haben können, was auch bereits bewilligt wurde. Ich habe einen Wohnsitz in Frankfurt, Einfamilienhaus, in dem also genügend Wohnraum vorhanden ist.

1. Was ist der nächste bürokratische Schritt nach der Erteilung des Visums, wenn mein Mann in Deutschland ist? Welche Unterlagen brauchen wir? Wie bekommt er ein langfristige Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis? Wie lange geht seine Aufenthaltsgenehmigung? Gilt diese Arbeitserlaubnis dann nur für Deutschland oder den EU-Raum?

2. Kann er mit der Aufenthaltsgenehmigung auch in die Schweiz oder UK reisen, wie ich als EU-Bürger oder braucht er ein Visum?

3. Möglicherweise möchten wir von Deutschland aus langfristig nach Spanien ziehen - kann er mit seiner Aufenthaltsgenehmigung einfach wie ich nach Spanien ziehen? Braucht er eine neue Arbeitserlaubnis?

Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rchtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine este überschlägige Einschätzung des Rechtsproblems auf der Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

1.
Es ist eine Aufenthaltserlaubnis zu beantragen. Die Aufenthaltserlaubnis ist ein befristeter Aufenthaltstitel. (§ 7 Abs. 1 S. 1 AufenthG)
Es handelt sich hier um einen Aufenthalt aus familiären Gründen. (§ 28 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 AufenthG)
Gemäß § 28 Abs. 5 AufenthG berechtigt die Aufenthaltserlaubnis zu einer Erwerbstätigkeit. Der Arbeitsmarktzugang ist kraft Gesetzes uneingeschränkt gewährleistet.
Die Aufenthaltserlaubnis für Ehegatten Deutscher sollte im Hinblick auf § 28 Abs. 2 S. 1 AufenthG auf drei Jahre befristet werden, es sei denn es besteht begründeter Anlass für eine besondere Überprüfung des Bestehens einer Lebensgemeinschaft.

Eine langfristige Niederlassungserlaubnis erhält Ihr Ehemann in der Regel, wenn er drei Jahre im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis ist, die familiäre Lebensgemeinschaft mit dem Deutschen im Bundesgebiet fortbesteht, kein Ausweisungsgrund vorliegtund er sich auf einfache Weise in deutscher Sprache mündlich verständigen kann. Für die Deutschkenntnisse genügen Sprachschatz, Grammatik und Ausdrucksweise, die eine mündliche Verständigung ermöglichen.
Im Übrigen wird die Aufenthaltserlaubnis verlängert, solange die familiäre Lebensgemeinschaft fortbesteht.

Die Arbeitserlaubnis gilt für Deutschland. Gemäß Art. 39 EGV ist innerhalb der Gemeinschaft die Freizügigkeit der Arbeitnehmer gewährleistet. Berechtigt sind nach Art. 39 Abs. 2 EGV die Arbeitnehmer der Mitgliedstaaten. Die bloße Zugehörigkeit zum Arbeitsmarkt eines Mitgliedstaates (Deutschland) genügt insoweit nicht.

2.
Nach dem Schengener Durchführungsübereinkommen können Drittausländer (Peruanischer Staatsangehöriger), die Inhaber eines gültigen , von einer der Vetragsparteien ausgestellten Aufenthaltstitels sind, sich aufgrund dieses Dokuments und eines gültigen Reisedokuments höchstens bis zu 3 Monaten frei im Hoheitsgebiet der anderen Vertragsparteien bewegen, soweit sie bestimmte Einreisevoraussetzungen erfüllen und nicht auf der nationalen Ausschreibungsliste der betroffenen Vertragspartei stehen.
Die Schweiz und Großbrittanien nehmen eine Sonderstellung ein. Die Schweiz wird voraussichtlich erst November 2008 die Grenzkontrollen abschaffen. Das Vereinigte Königreich nimmt nur beschränkt am Schengener Übereinkommen teil.

3.
Hier kann wiederum auf Antwort 2 verwiesen werden. Spanien gehört zur EU und ist Schengenstaat. Ein 3- monatiger Aufenthalt gestaltet sich unproblematisch. Anschließend muss eine Aufenthaltserlaubnis in Spanien beantragt werden.


Ich hoffe Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Johannes Kagerer
(Rechtsanwalt)

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