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Familienzusammenführung Doppelte Staatsbürgerschaft

18.09.2014 14:34 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Heeren,

ich besitze die Staatsangehörigkeit der Türkei und Deutschland seit meiner Geburt 1994.
Ich nutze Hauptsächlich die Deutsche und weil ich zurzeit 20 Jahre alt bin wurde ich
schon benachrichtig das ich mich Entscheiden müsste zwischen türkisch und deutsch.
Meine Entscheidung war für die deutsche Staatsangehörigkeit.

Aber dann kam aufeinmal in den Nachrichten das man beide behalten dürfte.
Daraufhin habe ich bei der Auslandsbehörde angerufen und die meinten das ich bis ende 2014 doch nochmal abwarten sollte und haben meine Dokumente zur Seite gelegt,
wodurch ich die türkische Staatsangehörigkeit immer noch habe.

Daraufhin habe ich alle meine Dokumente für die Heirat in Türkei zusammengestellt.
Natürlich als deutsche Staatsbürgerin, mit dem Ehefähigkeitszeugnis. etc.
Dort wurde mir gesagt das ich als türkin heiraten muss.
Was wir auch dann so gemacht haben.

Nur stellen sich jetzt mir die Fragen:
- Könnte man mir die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen?

- Muss mein Mann beim Antrag auf dem Visum mich als Deutschin angeben

- Es gibt ziemliche unterschiede zw. Deutsch(nur Ausweis) und Türkisch (Gehalt + Wohnung)-> auf was müsste ich mich in meinem Fall dann hier vorbeireiten?.

weil ich noch inder Ausbildung (letztes Lehrjahr) bin und mit Nebenjob auf 1070€ netto bekomme -> ist das nützlich das ich eine bestimmte Summe als Ersparnis vorzeige?

- und das Wichtigste: was würde geschehen, wenn ich noch in der Zeit wo mein Mann mit dem Visum zu tun, mich gegen die türkische Staatsangehörigkeit entscheide mit dem ich Ihn Standesamtlich geheiratet habe.
24.09.2014 | 06:06

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Die sogenannte Optionspflicht zur Entscheidung zwischen zwei Staatsbürgerschaften entfällt laut neuem Gesetzesentwurf der großen Koalition für diejenigen Kinder, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Darunter fallen diejenigen, die:

- bei Vollendung des 21. Lebensjahres mindestens acht Jahre in Deutschland gewohnt haben

- sechs Jahre eine Schule in Deutschland besucht haben

- über einen deutschen Schulabschluss verfügen
eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können

Dieses Regelung ist nach meiner Recherche jedoch noch nicht in Kraft, sofern Sie in Ihrem Fall überhaupt Anwendung finden kann.

Das heißt, das bisherige Recht ist weiterhin in Kraft und der Erwerb einer anderen Staatsangehörigkeit bedeutet den Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit, soweit keine Ausnahmen vorgesehen sind, nach türkischem bzw. deutschen Recht, was ich aber nicht erkennen kann.

Zudem wären ggf. Übergangsregelungen abzuwarten.

2.
Das würde ich mit der Ausländerbehörde abklären, normalerweise erfolgt dieses - der Verlust der Staatsangehörigkeit - Gesetz und damit automatisch bzw. durch feststellenden Bescheid/Verwaltungsakt der Behörde.

3.
Langjährig in Deutschland lebende Ausländer bzw. ehemalige Deutsche und Bürger, die EU-Bürgern gleichgestellt sind, sind sehr gut geschützt, fast wie Deutsche, so dass Sie sich da keine Sorgen machen müssen, wenn Sie die deutsche Staatsangehörigkeit verlieren sollten.

4.
Wichtig ist nur, dass Ihr Lebensunterhalt fortwährend gesichert ist bzw. bleibt. Das ist mit die wichtigste Voraussetzung für einen deutschen Aufenthaltstitel.

5.
Beim dem Visumsverfahren sind jegliche Änderungen zu berücksichtigen, was Sie dem Amt sofort mitteilen müssen. Denn dieses ist ganz grundsätzlich noch im laufenden Visumsverfahren zu beachten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

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