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Familienzusammenführung, ausländischer Student

23.08.2012 15:08 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Sehr geehrte Damen und Herren!

Hiermit bitte ich Sie um eine Antwort!

Ich bin als ein ausländischer Student an einer deutscher Uni eingeschrieben. Zur Zeit mache ich einen Sprachkurs bzw. DSH-Kurs an der selben Uni, wo ich Informatik studieren werde. Ab Januar 2013 fängt mein Infomatik-Studium an.

Ich habe einen Aufenthaltstitel, erstellt am 05-2012 befristet bis 06-2013,
Zusatzblatt zum Aufenthaltstitel/Nebenbestimmungen: Studium an Uni Köln, Fachrichtung Deutsch, anschließend Infromatik gestattet. Die Ausübung einer Beschäftigung, die insgesamt 90 Tage oder 180 halbe Tage im Jahr nicht überschreiten darf. Die Aufenthaltserlaubnis erlischt bei Inanspruchnahme öffentlicher Mittel, Beendigung oder Abbruch des Studiums.

In wohne in Deutschland in einer 2 Zimmer-Wohnung, ca. 70 qm.
Wir beide haben russische Staatsangehörigkeit.
Falls es eine Rolle spielen würde. Wir beide, meine Frau und ich, haben auch eine befristete Aufenthaltserlaubnis in Estland bis Februar 2013. Estland gehört zur EU.
Wir sind verheiratet seid 14.11.2011.

Ich habe verschiedene Möglichkeiten einen Unterhalt nachweisen zu können. Meine Eltern sind wohlhabend und könnten den Unterhalt zusichern. Ich selbst, bin Informatiker und habe durch meine Tätigkeit ein gutes festes Einkommen!

Solange ich hier studiere, möchte ich meine Frau nach Deutschland holen! Könnte ich das machen? Was brauche ich? Wie schnell würde sowas gehen?

Schöne Grüße und vielen Dank!

Michael

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Dem Ehegatten eines Ausländers ist (zwingend) eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn

1.
beide Ehegatten das 18. Lebensjahr vollendet haben,

2.
der Ehegatte sich zumindest auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen kann und

3.
der Ausländer

a)
eine Niederlassungserlaubnis besitzt,

b)
eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG besitzt,

c)
eine Aufenthaltserlaubnis nach § 20 oder § 25 Abs. 1 oder Abs. 2 besitzt,

d)
seit zwei Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzt und die Aufenthaltserlaubnis nicht mit einer Nebenbestimmung nach § 8 Abs. 2 versehen oder die spätere Erteilung einer Niederlassungserlaubnis nicht auf Grund einer Rechtsnorm ausgeschlossen ist,

e)
eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, die Ehe bei deren Erteilung bereits bestand und die Dauer seines Aufenthalts im Bundesgebiet voraussichtlich über ein Jahr betragen wird,

f)
eine Aufenthaltserlaubnis nach § 38a besitzt und die eheliche Lebensgemeinschaft bereits in dem Mitgliedstaat der Europäischen Union bestand, in dem der Ausländer die Rechtsstellung eines langfristig Aufenthaltsberechtigten innehat, oder

g)
eine Blaue Karte EU besitzt.

Hier ist allein e) einschlägig, so dass aller Voraussicht nach ein Anspruch bestehen dürfte, aber Folgendes zu beachten ist.

Bei e) muss die Ehe bereits bei der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis an den Stammberechtigten (Sie) bestanden
haben, wie hier.
Im Zusammenhang mit der Beurteilung der Dauer des voraussichtlichen Aufenthaltes des Ausländers, zu dem der
Nachzug stattfindet, ist nicht auf die jeweilige Befristung des Aufenthaltstitels abzustellen, sondern auf den Aufenthaltszweck.

Die Jahresfrist bezieht sich daher auf die noch verbleibende Aufenthaltsdauer im Zeitpunkt der Entscheidung
der Ehegatten, den Nachzug durchzuführen.

Diese wird durch die Beantragung des Visums zum Zweck des Ehegattennachzugs
dokumentiert.
Die Jahresfrist beginnt also mit der Visumantragstellung und nicht erst mit der
Visumerteilung, da das Bestehen eines Nachzugsanspruchs ansonsten von der außerhalb der Sphäre der
Ehegatten liegenden Bearbeitungsdauer für die Erteilung des Visums abhängig wäre. Ebenso wenig ist auf den späteren Zeitpunkt der Einreise oder Erteilung der Aufenthaltserlaubnis an den nachziehenden Ehegatten abzustellen.

Problem: Sie müssten aber noch über ein Jahr hinaus seit diesem Zeitpunkt in Deutschland bleiben.

Sie könnten dieses aber erreichen:
Die Geltungsdauer bei der Ersterteilung und Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis für ein Studium beträgt mindestens ein Jahr und soll bei Studium und studienvorbereitenden Maßnahmen zwei Jahre nicht überschreiten; sie kann verlängert werden, wenn der Aufenthaltszweck noch nicht erreicht ist und in einem angemessenen Zeitraum noch erreicht werden kann.

Darauf kommt es an – klären Sie das mit der Ausländerbehörde.

Ihre Ehefrau bräuchte ein Visum zum Ehegattennachzug von einer deutschen Auslandsvertretung, Botschaft oder ein Konsulat.

Das Visumsverfahren kann mehre Wochen dauern.

Danach wäre in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis für Ihre Ehefrau zu beantragen, was nicht länger als drei Monate dauern darf.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

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